Nach Dengler-Ausschluss

Nächster Neos-Mann geht und rechnet knallhart ab

Die Neos kommen nach der Causa Dengler nicht zur Ruhe: Nun wirft der nächste prominente Pinke das Handtuch und kritisiert die Partei.
Newsdesk Heute
13.07.2026, 16:28
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Bei Neos brodelt es! Nachdem Parteirebell und Mitgründer Veit Dengler sich gegen die eigene Fraktion im Nationalrat gestellt hatte, wurde er ausgeschlossen. Laut den Pinken ging es dabei um eine Abhör-Affäre. Dengler bestreitet die Vorwürfe und holte zum Rundumschlag gegen die Partei und Frontfrau Beate Meinl-Reisinger aus.

Demnach soll die Neos-Chefin die Partei seit "mehreren Jahren" autoritär führen. Für offene Diskussionen und Kritik sei kein Platz mehr. Es gehe nur noch um Machterhalt, so die Vorwürfe. Auch die Regierungsbeteiligung der Pinken hinterfragte Dengler, da die meisten Veränderungen – "bis auf ein paar Sachen" – sowieso ohne die Neos ablaufen würden.

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Kritik an "selbst bejubelter Reformkraft"

Nun kommt es für die Pinken noch dicker. Der ehemalige Präsident der Ärztekammer Steiermark, Wolfgang Routil, – er ist seit 2024 Mitglied – hat in einem Schreiben seinen Rückzug aus der Partei bekannt gegeben, berichtet die "Kleine Zeitung".

Zudem rechnete der prominente Pinke knallhart mit der Partei ab. Demnach sei bei den Neos "von der ständig selbst bejubelten Reformkraft" nur "kaum was übrig" geblieben. Dengler habe ihn in die Partei geholt, um "das starre System der Altparteien zu überwinden". Nach zwei Jahren bei Neos sei er jedoch enttäuscht.

Er habe sich Reformen im Gesundheitswesen, bei der Pension und beim Arbeiten im Alter verschrieben. Als er diese Themen auf Bundesebene voranbringen wollte, sei er jedoch mehrmals vertröstet worden.

Neos im "Club der Altparteien"

Routil habe feststellen müssen, dass "keine ernsthafte inhaltliche und strukturierte Debatte zur Gesundheitsreform erzielbar" sei. Sein dazu eingebrachtes Positionspapier sei "nicht einmal ignoriert" worden. Auch bei der Wehrdienstreform warf er den Neos ein "Herumeiern" vor.

Für eine Regierungspartei halte er "einen solchen Umgang mit zentralen Zukunftsfragen für verantwortungslos". Sein Austritt sei schlussendlich aber auf den Ausschluss Denglers zurückzuführen. Damit würde die Partei "einen ihrer fähigsten Köpfe verlieren". Routil glaube, dass visionäre Denker die Parteispitze verstören würden. Für ihn seien Neos im "Club der Altparteien" angekommen.

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