"Bin noch lange nicht fertig"

Nationalfeiertag – Gewessler lädt Bürger an den Tisch

Grünen-Chefin Gewessler hat in fünf Wochen an mehr als 1.000 Haustüren geklopft. Am Nationalfeiertag will sie ihre Gespräche mit Bürgern fortsetzen.
25.10.2026, 15:24
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Fünf Wochen lang war Grünen-Chefin Leonore Gewessler in ganz Österreich unterwegs, um mit Bürgern persönlich zu sprechen. Nach mehr als 1.000 Haustürbesuchen kündigt sie nun eine weitere Gesprächsaktion am Nationalfeiertag an.

Dafür plant die Bundessprecherin der Grünen eine Aktion mit einem Tisch und zwei Sesseln. Einen Platz nimmt Gewessler selbst ein, der andere ist für Bürger gedacht, die mit ihr über ihre Sorgen, Wünsche oder Kritik an der Politik sprechen möchten.

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"Am Nationalfeiertag feiern wir Österreich. Und Österreich, das sind vor allem die Menschen, die hier leben. Ich habe in den letzten Wochen viele Gespräche geführt, und ich bin noch lange nicht fertig. Deshalb stelle ich am Nationalfeiertag einen Tisch und zwei Sessel auf. Ein Platz ist für mich, der andere für dich. Komm vorbei und erzähl mir, was dich beschäftigt", erklärt Gewessler.

Mehr als 1.000 Haustüren besucht

Hinter der neuen Aktion liegt eine fünfwöchige Tour durch Österreich. Gemeinsam mit zahlreichen Aktivisten zog die Grünen-Chefin von Vorarlberg bis Wien von Haus zu Haus. Nach eigenen Angaben klopfte sie dabei an mehr als 1.000 Türen.

Sie wollte von den Menschen erfahren, welche Probleme sie im Alltag beschäftigen und was sie von der Politik erwarten. Besonders häufig ging es laut Gewessler um steigende Lebenshaltungskosten, die Energieversorgung und den Zugang zu medizinischer Behandlung.

"Ich habe an über 1.000 Türen geklopft. Da geht es um die Frage, wie man mit seinem Geld noch über die Runden kommt. Um günstigen und sicheren Heimatstrom statt teurem Gas aus dem Ausland. Um ein Gesundheitssystem, in dem die e-card im ganzen Land reicht und nicht die Kreditkarte zählt."

Und weiter: "Hinter all diesen Fragen stehen Menschen mit ihren ganz persönlichen Geschichten, Sorgen und Wünschen. Ich bin unglaublich dankbar, dass mir so viele Menschen ihre Tür geöffnet und mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Und ich will, dass sie wissen: Was sie mir erzählt haben, ist mit dem Schließen der Haustür nicht vergessen", so die Grünen-Chefin.

Scharfe Kritik an Regierung und FPÖ

Aus den Gesprächen zieht Gewessler auch politische Schlüsse. Ihr Eindruck sei, dass sich viele Menschen von der Politik nicht ausreichend wahrgenommen fühlen. Während Bürger mit finanziellen und persönlichen Herausforderungen zu kämpfen hätten, beschäftige sich die Bundesregierung ihrer Ansicht nach zu sehr mit internen Problemen.

Auch gegen die FPÖ richtet Gewessler deutliche Kritik. "Was mir die Menschen an ihren Haustüren erzählt haben, verdient mehr als eine Politik, die sich nur um sich selbst dreht. Doch die Regierung ist vor allem mit sich selbst beschäftigt und verwaltet den eigenen Niedergang. Die FPÖ setzt auf Spaltung und rechte Hetze. Und wer bleibt dabei auf der Strecke? Die Menschen mit ihren Sorgen. Ich bin davon überzeugt: Das geht besser. Für alle, die genug davon haben, sind wir die einzige Alternative."

Die Gesprächsaktion findet am Montag (26. Oktober) ab 13:00 Uhr beim Universitätsring, Ecke Rathausplatz, schräg gegenüber dem Parlament in Wien statt.

pol, 25.10.2026, 15:24
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