Süße Herzen, scharfe Worte! Die Grünen haben vor der Wiener Kaiser Wiesn im Prater Lebkuchenherzen mit der Aufschrift "Heimatstrom" verteilt. Mit dabei war auch Grünen-Chefin Leonore Gewessler. Ihre Botschaft: Österreich soll auf heimische Energie setzen, statt weiter von Öl und Gas aus dem Ausland abhängig zu sein.
"Wer unsere Heimat liebt, nutzt auch die Energie von Daheim", erklärte Gewessler bei der Aktion. Unter dem Motto "Heimatstrom statt Putin-Gas" warb sie mit patriotischen Tönen für den Ausbau erneuerbarer Energien in Österreich.
Dabei sparte die ehemalige Klimaschutzministerin nicht mit Kritik an der Politik. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie gefährlich die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sei.
"Unsere Abhängigkeit von Öl und Gas macht uns erpressbar. Jede Laune von Donald Trump spüren wir sofort an der Zapfsäule", so Gewessler. Die Lösung sei aus ihrer Sicht klar: "Grüner, sicherer und günstiger Heimatstrom aus Österreich."
Besonders hart ging sie mit ÖVP und SPÖ ins Gericht. Den beiden Regierungsparteien warf sie vor, aus Angst vor der FPÖ den Ausbau der heimischen Stromerzeugung in den Bundesländern zu blockieren. "Diese blau-schwarz-rote Allianz hält die Menschen weiterhin in der Abhängigkeit von teurem Öl und Gas gefangen, das ist zutiefst ungerecht", kritisierte die Grünen-Chefin.
Auch die Freiheitlichen bekamen ihr Fett ab. Gewessler warf der FPÖ Doppelmoral vor, weil sie einerseits mit dem Begriff Heimat werbe, andererseits aber Windkraftprojekte ablehne und erneut russisches Gas importieren wolle.
"Die FPÖ plakatiert zwar gern 'Heimat', blockiert dann aber jedes Windradl und will die Menschen sofort wieder in die Abhängigkeit von Wladimir Putin zwingen", wetterte Gewessler. Besonders deutlich wurde sie mit einer weiteren Ansage: "Wer seine Heimat liebt, schickt nicht Milliarden an irgendwelche Kriegsverbrecher."