Nach Sommertour

NEOS schlagen Alarm bei Ferienbetreuung

Nach 43 Stopps ziehen die NEOS Bilanz: Viele Eltern kämpfen laut der Partei im Sommer mit fehlenden oder unpassenden Betreuungsangeboten.
Victoria Carina  Frühwirth
18.09.2026, 07:00
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Neun Wochen Sommerferien, aber oft nur fünf Wochen Urlaub: Für viele Eltern wird die Kinderbetreuung im Sommer zur organisatorischen Herausforderung. Die NEOS Niederösterreich haben deshalb bei ihrer Sommertour in 43 Gemeinden Halt gemacht und mit Familien über ihre Erfahrungen gesprochen.

Kinder daheim, aber Eltern arbeiten

Das Ergebnis aus Sicht der Partei: Während zahlreiche Gemeinden bereits ein gutes Angebot hätten, gebe es andernorts noch deutlichen Aufholbedarf. Laut NEOS fehlt in rund einem Viertel der besuchten Gemeinden entweder ein passendes Angebot oder die Betreuungszeiten lassen sich nur schwer mit dem Arbeitsalltag vereinbaren.

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"Viele Eltern haben uns erzählt, dass sie neun Wochen Sommerferien nur mit wechselseitigem Urlaub, Homeoffice und der großzügigen Unterstützung der Familie überbrücken können", sagt NEOS-Landesparteivorsitzende Indra Collini.

Angebot für jene, die es brauchen

Sie fordert deshalb eine lückenlose und leistbare Ferienbetreuung. Zusätzlich soll eine gemeinsame Plattform geschaffen werden, auf der Eltern alle verfügbaren Angebote gebündelt finden.

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Collini betont, dass es nicht darum gehe, Kinder den gesamten Sommer über betreuen zu lassen. Entscheidend sei vielmehr, dass Familien einen Platz bekommen, wenn sie ihn tatsächlich benötigen.

Bürgermeistern fehle Verständnis

"Am Ende des Tages geht es um Verlässlichkeit", so Collini. Nicht jede Familie könne auf Großeltern oder andere Angehörige zurückgreifen. Kritik übt die NEOS-Chefin auch an einzelnen Reaktionen aus den Gemeinden. Nach Gesprächen mit Bürgermeistern habe sie den Eindruck, dass das Problem noch nicht überall in seiner gesamten Tragweite angekommen sei.

Für Collini steht fest: Wenn neun Wochen Ferien auf fünf Wochen Urlaub treffen, bleibt die Rechnung für viele Familien schwierig.

VF,18.09.2026, 07:00