Das seit diesem Schuljahr geltende Kopftuchverbot von Mädchen bis 14 Jahre hat nun für eine Familie ernste Konsequenzen.
Laut "Heute"-Recherchen gibt es laut der ersten vorliegenden Anzeige dokumentierte Verstöße vom 8. September und 9. September – beide Male wurde die Schülerin von ihren Lehrern auf das Kopftuchverbot hingewiesen.
Gespräche mit der Lehrkraft, Direktion im Beisein der Eltern folgten, am 14. September gab es mit Experten der Bildungsdirektion ein Gespräch mit den Erziehungsberechtigten.
Ohne Erfolg – denn bereits am nächsten Tag erschien die Schülerin erneut mit Kopftuch in der Klasse. Daraufhin wurde Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen erstattet. Nun droht eine Geldstrafe zwischen 150 und 800 Euro für die Eltern. Bei weiteren Verstößen können jetzt jeden 6. Tag weitere Anzeigen folgen. Für das Mädchen und ihre Eltern könnte es also nicht nur bei einer Anzeige bleiben.
Drei weitere Problemfälle in NÖ befinden sich derzeit in den unterschiedlichen Stufen des gesetzlichen Verfahrens. Hier gibt es Gespräche mit den Eltern in den kommenden Tagen – in weiterer Folge könnten auch hier Anzeigen folgen.
Landeschefin Johanna Mikl-Leitner (VP) betont: "Beim Kopftuchverbot geht es um den Schutz unserer jungen Mädchen. Sie sollen frei und gleichberechtigt mit den Buben aufwachsen können."
"Unsere Gesetze stehen klar über religiösen Vorschriften – das ist nicht verhandelbar. Jeder Verstoß gegen das Kopftuchverbot ist eine bewusste Missachtung unserer Regeln, unserer Kultur, unserer Identität und unserer Heimat", so FP Niederösterreich-Landesparteiobmann Udo Landbauer. Und: "Niederösterreich ist kein Kalifat! Bei uns gelten unsere Regeln und keine islamischen Vorschriften. Wer das nicht versteht, ist hier in NÖ falsch."