Zahlungen bald verboten

Neue Bargeld-Regel trifft Österreich ab 2027 hart

Ab Juli 2027 gelten neue EU-Regeln für hohe Barzahlungen. Für Geschäfte mit Unternehmen kommt eine Obergrenze von 10.000 Euro.
23.10.2026, 21:00
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Wer in Österreich größere Anschaffungen bar bezahlen will, muss sich auf neue Grenzen einstellen. Ab 10. Juli 2027 gilt EU-weit eine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro für Zahlungen im geschäftlichen Bereich. Die Regel soll Geldwäsche erschweren. Für private Geschäfte zwischen zwei Personen gelten andere Bestimmungen.

Die neue Grenze betrifft Zahlungen für Waren und Dienstleistungen bei Unternehmen. Händler und Dienstleister dürfen künftig höchstens 10.000 Euro in bar annehmen oder bezahlen. Wer etwa ein teures Produkt kauft oder eine hohe Rechnung begleichen will, muss Beträge über dieser Grenze unbar bezahlen, beispielsweise per Überweisung. Auch mehrere Teilzahlungen können zusammengerechnet werden, wenn sie zu einem zusammenhängenden Geschäft gehören.

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Keine neue Grenze für jeden privaten Verkauf

Wer sein gebrauchtes Auto oder Möbelstück an eine andere Privatperson verkauft, fällt grundsätzlich nicht unter diese EU-weite Obergrenze. Die Regel richtet sich an geschäftliche Zahlungen und soll verhindern, dass hohe Bargeldsummen für Geldwäsche genutzt werden. Mitgliedstaaten dürfen allerdings strengere nationale Regeln festlegen.

Bei bestimmten Geschäften wird die Identität geprüft

Zusätzlich sieht die EU-Geldwäscheverordnung Identitätsprüfungen bei bestimmten gelegentlichen Bargeldgeschäften ab 3.000 Euro vor. Das betrifft jedoch nicht pauschal jede Zahlung und jeden Händler, sondern jene Unternehmen und Berufsgruppen, die den entsprechenden Geldwäschevorschriften unterliegen. Die 3.000-Euro-Marke ist daher kein allgemeines Bargeldlimit.

Auch Bargeld verschwindet damit nicht aus dem Alltag. Die neue Obergrenze betrifft nicht sämtliche privaten Zahlungen und gilt erst ab Juli 2027. Einzahlungen von Bargeld bei Banken sind von der Obergrenze ausgenommen. Bei größeren Summen können Geldinstitute aber Nachweise zur Herkunft des Geldes verlangen.

red, 23.10.2026, 21:00
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