Neue Corona-Wende mit fast 1.600 Virus-Infektionen

Die Situation auf den Intensivstationen verschärft sich zunehmend.
Die Situation auf den Intensivstationen verschärft sich zunehmend.Ole Spata / dpa / picturedesk.com
Nach tagelang sinkenden Corona-Zahlen explodierten die Fälle am Samstag dramatisch. Die Wende am Sonntag: 1.588 Neuinfektionen in 24 Stunden.

Tagelang gingen die Neuinfektionen in der aktuellen Woche im Vergleich zur Vorwoche teils um Hunderte Fälle zurück. Am Montag startet die Woche mit 1.399 Corona-Neuinfektionen, am Dienstag folgten 1.240, am Mittwoch 2.022 und am Donnerstag 1.707. Am Freitag wurden 1.754 Neuinfektionen gemeldet, am Samstag dann jedoch die Fall-Explosion! Die Ministerien meldeten 2.145 Corona-Neuinfektionen, über 200 mehr als noch am Samstag davor.

Am Sonntag melden die Gesundheitsbehörden des Landes nun 1.588 Corona-Neuinfektionen und acht Tote und damit eine neuerliche Wende bei der Fall-Entwicklung. Der Vergleich zum Sonntag der Vorwoche: Damals gab es 1.678 Neuinfektionen, 845 hospitalisierte und davon 212 intensivhospitalisierte Patienten sowie sechs Tote. Damit sind nun wiederum die Infektionen gesunken, aber die Todeszahlen weiter gestiegen. Auch sank die Zahl der Patienten auf den Normalstationen um sechs, die Zahl auf den Intensivstationen stieg jedoch um drei.

Bisher gab es in Österreich 735.890 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (26. September 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 10.969 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 703.682 wieder genesen. Derzeit befinden sich 860 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 229 auf Intensivstationen betreut.

Neuinfektionen in den Bundesländern

Burgenland: 28
Kärnten: 103
Niederösterreich: 300
Oberösterreich: 360
Salzburg: 82
Steiermark: 173
Tirol: 69
Vorarlberg: 29
Wien: 444

Zahl der Toten steigt stark an

Neben den vielen hospitalisierten Patienten bereiten den Medizinern die hohen Todeszahlen Sorgen. Bis Freitag hatten innerhalb von nur sieben Tagen 83 Menschen ihre Leben am Virus verloren. "Die Zahlen zeigen, dass wir uns in dieser Pandemie in einer Übergangsphase befinden", sagte kürzlich Wissenschaftsredakteurin Elke Ziegler auf "Ö1". Ein Teil der Bevölkerung sei geimpft, ein anderer genesen, das Virus tue sich damit schwerer, treffe aber die Ungeimpften umso härter.

Dass sich die Wellen von ganz alleine ohne zusätzliche Maßnahmen abflachen, "dort sind wir noch nicht", so die Expertin im Interview. Immer wieder würden Infektionsherde entstehen, die sich ausbreiten, aber auf viel mehr immunisierte Menschen treffen und sich dann abflachen würden. Der Anstieg werde weitergehen, so die Einschätzung der Expertin. Gebrochen sei die vierte Welle nicht, es sei eine "Zwischenphase".

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