Israel ist am Sonntag nach Angaben der israelischen Armee erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April Ziel von iranischen Raketen gewesen.
"Vor kurzem hat die Armee Raketen identifiziert, die vom Iran in Richtung des israelischen Staatsgebiets abgefeuert wurden", teilte das israelische Militär mit. In mehreren Landesteilen gab es demnach Luftalarm.
Kurz danach meldete die Armee eine zweite iranische Raketenwelle. "Eine weitere Welle von Raketen ist in Richtung des Staates Israel abgefeuert worden", hieß es in einer kurzen Mitteilung des Militärs. "Das Luftabwehrsystem identifiziert und fängt derzeit die Bedrohungen ab." Bisher seien alle Raketen abgefangen worden.
Nach dem gemeldeten Raketenbeschuss wurden die Sicherheitsmaßnahmen in Israel deutlich verschärft. Das Heimatschutzkommando ordnete landesweit strengere Regeln an: Schulen bleiben geschlossen, Unterricht und andere Bildungsangebote sind bis auf Weiteres untersagt. Zudem dürfen sich im Freien maximal 200 Personen versammeln, in geschlossenen Räumen liegt die Obergrenze bei 500 Menschen, berichtet die "Bild".
Die zuletzt bestätigten Raketenangriffe des Iran auf israelisches Gebiet liegen rund zwei Monate zurück. Laut der "Jerusalem Post" wurden in der Nacht auf den 8. April Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Bereits am 5. und 6. April waren mehrere iranische Raketenangriffe auf Zentralisrael und den Großraum Jerusalem gemeldet worden. Danach richteten sich aus dem Iran gemeldete Angriffe vor allem gegen Golfstaaten und andere Ziele in der Region.