Nach Katastrophe an March

Neue Fluss-Projekte nach Mega-Flut in Dürnkrut

Mit zwei neuen Projekten wird der March im Dreiländereck mehr Platz gegeben. Mehrere Millionen Euro werden investiert.
Erich Wessely
03.04.2026, 06:30
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Am 3. April 2006 brach der March-Damm bei Jedenspeigen, stark betroffen: Dürnkrut, 300 Häuser standen damals unter Wasser. Auch andere Ortschaften entlang der March wurden geflutet.

Wiederanbindung von zwei Mäandern

Der Schutzdamm wurde erneuert, zusätzlich revitalisiert die viadonau gemeinsam mit Partnern der Nachbarländer Tschechien und Slowakei Flussabschnitte an March und Thaya im Dreiländereck. Mehrere Projekte wurden bereits umgesetzt.

Mit Unterstützung von u.a. Bund und Land werden nun zwei neue Fluss-Projekte bis 2027 umgesetzt – "reConnect" (Budget: 2,7 Mio. Euro) und "Restore4Life" (260.000 Euro). Durch die Rücknahme des regulierenden Steinkorsetts und die Wiederanbindung von zwei Mäandern wird der Lauf der March bei Hohenau um 900 Meter verlängert.

Landesvize Stephan Pernkopf
Büro LH-Stv. Pernkopf

Landesvize Stephan Pernkopf (VP) betont: "Vor genau zwanzig Jahren trat die March über die Ufer und richtete verheerende Schäden an. Schutz und Sicherheit stehen für uns in Niederösterreich daher an erster Stelle, wir investieren kräftig in wirkungsvolle Hochwasserschutzmaßnahmen. Dazu gehört auch, den Flüssen wieder mehr Raum zu geben. Denn im Katastrophenfall können so Fließgeschwindigkeiten reduziert, mehr Überschwemmungsflächen geschaffen und Hochwasserpegel abgesenkt werden. Das ist Renaturierung, die absolut Sinn macht und das Leben sicherer und damit auch leichter macht."

"Augenmerk auch auf kleine und mittelgroße Flüsse"

"Gerade die Erfahrung aus der jüngeren Vergangenheit hat uns noch einmal verdeutlicht, dass es auch die kleinen und mittelgroßen Flüsse sind, auf die wir unser Augenmerk beim Thema Hochwasserschutz legen müssen", sagt Minister Peter Hanke (SP).

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (VP) begrüßt die Projekte: "Die aktuellen Maßnahmen hier im Grenzgebiet der March stehen in einer langen Tradition erfolgreicher bilateraler Flussentwicklung."

Durch die Anbindung der Mäander und "die Einbeziehung ungesicherter Ufer werden wieder abwechslungsreiche Flussabschnitte geschaffen, die es in den begradigten Strecken der March kaum mehr gab und mit ihren unterschiedlichen Strömungsverhältnissen nun eine größere Vielfalt an Fischen anziehen", so Landesgeschäftsführer Gregor Gravogl vom NÖ Landesfischereiverband, der die Projekte ebenfalls unterstützt.

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