Der Krebs riss Jaqueline (35) aus ihrer kleinen Familie in Böheimkirchen. Zurück bleiben Ehemann Wolfgang und ihre behinderten Söhne (8 und 11). Eines der Kinder ist schwerbehindert und auf dem geistigen Stand eines Kleinkinds.
"Meine Frau hatte Krebs, zuletzt hat er in verschiedene Körperteile gestreut. Sie hat aber weitergekämpft, noch vor fünf Wochen hat Jaqueline unseren Sohn gewickelt", erzählt Wolfgang im "Heute"-Gespräch. Die letzten Wochen seien besonders schwer gewesen: "Da ging es ihr sehr schlecht, sie hatte starke Atemnot und konnte kaum noch reden. Ich war die letzten vier Tage mit ihr im Krankenhaus."
Bis zuletzt wich er nicht von ihrer Seite, sein Arbeitgeber hatte ihn für den Schicksalsschlag beurlaubt. "An ihrem Sterbetag letzte Woche ging es Jaqueline in der Früh noch gut. Am Nachmittag kam der Anruf vom Spital, dass eine Lungenentzündung entdeckt wurde und sich ihr Zustand verschlechtert. Am Abend ist sie an meiner Seite verstorben. Es ging sehr schnell."
Zurück bleibt eine Familie, die ohnehin vor großen Herausforderungen steht. Wolfgang: "Ich habe zwei Söhne, 8 und 11 Jahre alt. Beide haben einen Genfehler und sind behindert, der 8-Jährige gilt als schwerbehindert. Er kann nicht sprechen und kommuniziert nur mit Geräuschen und Schreien, geistig ist er auf dem Stand von einem Baby. Mein 11-jähriger Sohn hat leichte Einschränkungen."
Und weiter: "Es ist nicht einfach, meinen Söhnen die Situation zu erklären. Sie verstehen noch nicht, was hier passiert ist. Ich muss auch vorsichtig sein und aufpassen, dass mein elfjähriger Sohn durch diese Nachricht keinen zusätzlichen Schaden nimmt." Der Alltag des Familienvaters sei nun noch schwieriger geworden, auch organisatorisch: "Ich muss in den Osterferien organisieren, dass beide Kinder künftig auch in die Nachmittagsbetreuung der Sonderschule gehen sollen. Dann kann ich weiterhin arbeiten."
Wenn Nachbarn oder seine Mutter sich nach einem Besuch verabschieden, bleibt Wolfgang dieser Tage alleine mit seinen Kindern zurück. "Es ist ganz ungewöhnlich still zu Hause. Ich habe einfach niemanden mehr, mit dem ich reden kann. Wenn ich jetzt in die Zukunft blicke, sehe ich nur eine Katastrophe."
Die Belastung ist enorm – emotional wie finanziell. Unterstützung bekommt der alleinerziehende Familienvater jetzt aus der Nachbarschaft. "Ich bin wirklich dankbar für meine Nachbarn, die jetzt zusammenrücken und mir in der Not helfen. Eine Nachbarin hat einen Spendenaufruf auf GoFundMe für meine Familie organisiert, dafür danke ich ihr", sagt Wolfgang. Der Schritt an die Öffentlichkeit ist dem bescheidenen Witwer nicht leicht gefallen: "Jeder Betrag, egal wie groß, hilft und bedeutet mir sehr viel. Ich schätze die Unterstützung."
Jetzt braucht Familienvater Wolfgang Unterstützung mehr denn je:
👉 Wer spenden möchte:
🔗 https://www.gofundme.com/f/jaqueline-boeheimkirchen-no
Eine weitere Nachbarin greift Wolfgang unter die Arme und kümmert sich manchmal um seinen 11-jährigen Sohn. Sie sagt: "Wir sind irrsinnig betroffen von dem Schicksal, mit dem Wolfgang jetzt leben muss. Mehrere Nachbarn haben geweint, als sie von dem Schicksal erfahren haben. Ich wünsche mir für die Familie, dass es jetzt Menschen gibt, die gerne in ihre Geldbörse greifen und dem Wolfgang helfen."
Die Spenden werden in erster Linie für die Begräbniskosten verwendet. Darüber hinaus soll auch eine finanzielle Unterstützung für die Kinder ermöglicht werden, die auch in Zukunft Sonderbetreuung erhalten sollen.
Trotz allem bleibt die Erinnerung an Jaqueline – als liebevolle Mutter und starke Frau. Wolfgang zum Schluss im "Heute"-Gespräch: "Meine Frau Jaqueline war ein irrsinnig gutmütiger Mensch mit so viel Mutterliebe. Sie hatte keine Vorurteile und hat nie gejammert. Sie war immer positiv, hat immer gesagt 'wir schaffen das'. Das hoffe ich jetzt auch."