Kosten steigen kräftig

Noch teurer! EU führt Paket-Gebühr in Österreich ein

Ab 1. November wird Bestellen bei Temu, Shein und Co. deutlich teurer. Eine neue EU-Gebühr lässt die Kosten für Billig-Pakete kräftig steigen.
29.10.2026, 13:13
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Wer bei Temu, Shein oder AliExpress auf Schnäppchenjagd geht, muss ab 1. November mit deutlich höheren Kosten rechnen. Eine neue EU-Gebühr kommt zu den bereits bestehenden Abgaben dazu. Besonders teuer wird es bei Bestellungen mit unterschiedlichen Produkten.

Wie stark die Preise steigen können, zeigt eine Rechnung der "Krone": Ein T-Shirt, ein USB-Kabel, eine Handyhülle und Socken kosteten vor Juli zusammen 12,46 Euro. Künftig werden für dieselbe Lieferung aus China 34,86 Euro fällig. Allein 22,40 Euro entfallen auf zusätzliche Gebühren.

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Drei Abgaben treiben Preise nach oben

Seit Juli gilt für Kleinsendungen aus Nicht-EU-Ländern unter 150 Euro ein Pauschalzoll von drei Euro je Warenkategorie. Im Oktober kam in Österreich eine Paketsteuer von 2,40 Euro pro Bestellung hinzu.

Ab November werden zusätzlich zwei Euro Bearbeitungsgebühr pro Produktkategorie fällig. Diese gilt auch für Lieferungen über 150 Euro. Bei vier verschiedenen Warenkategorien ergeben sich damit insgesamt 22,40 Euro an Zusatzkosten.

Handelsverband übt Kritik

Die heimische Paketsteuer sorgt beim Handelsverband für Ärger. Geschäftsführer Rainer Will spricht von einem "2,40-Euro-Österreich-Aufschlag im Onlinehandel". Neben großen Plattformen seien auch mehr als 4.000 österreichische Händler betroffen.

Die EU-Abgaben begrüßt Will dagegen. Laut Handelsverband ging das Paketvolumen aus Fernost durch den Pauschalzoll im Juli um 26 Prozent und im August um 30 Prozent zurück.

Mit den Maßnahmen will die EU gegen die Flut an Billigimporten vorgehen. 2025 kamen rund 5,9 Milliarden zollfreie Kleinpakete in Europa an. Laut EU-Kommission waren 65 Prozent falsch oder zu niedrig deklariert. Mehr als 60 Prozent entsprachen nicht den EU-Sicherheitsstandards.

red, Akt. 29.10.2026, 13:49, 29.10.2026, 13:13