Mit biologisch abbaubaren Patschen will das Tiroler Unternehmen Coraldo den Plastikmüll in Hotels deutlich reduzieren. Die Slipper bestehen aus Naturleinen, Flachsfasern und einer Korksohle. Trotz höherem Preis wurden bereits hunderttausende Paare verkauft, heißt es.
Die Idee entstand bei einem Gespräch mit einem Hotelier in Lech, wie Gründer Martin Girtler verrät. Dieser klagte über die großen Müllmengen durch herkömmliche Einweg-Schlapfen. Für Girtler war klar: Es braucht eine nachhaltige Alternative.
Ein durchschnittliches Hotel verbraucht rund 7.000 Paar Slipper jährlich. Das verursacht etwa 700 Kilogramm Plastikmüll. Genau hier setzen die neuen Patschen an. "Nachhaltigkeit in der Hotellerie ist längst keine Option mehr", sagt Girtler auf "Heute"-Anfrage. Gäste würden zunehmend Wert auf umweltfreundliche Lösungen legen - und das in allen Bereichen.
Die Produktion der Bio-Patschen war eine Herausforderung, sagt Girtler. Verwendet werden ausschließlich Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen und Flachs. Die Sohle besteht aus Kork. Das Ergebnis ist nicht nur nachhaltig, sondern auch robust. Gleichzeitig zersetzen sich die Materialien deutlich schneller als herkömmliche Kunststoff-Slipper, verspricht der Erfinder.
Auch die neuen Patschen landen im Restmüll, bauen sich dort aber wesentlich schneller ab. Während Kunststoff bis zu 200 Jahre benötigt, geht das hier deutlich rascher, verspricht Girtler. Wo werden die stylischen Slipper erzeugt? Produziert wird vor allem in China und teils in der Slowakei. Neben Österreich zählen auch Bayern, Südtirol sowie Märkte wie die USA oder Bali zu den Abnehmern.