Familie erkennt Daniel wieder

Neue Wende um Mann ohne Gedächtnis am Flughafen Neapel

Wochenlang lebte "Daniel" ohne Erinnerung am Flughafen Neapel. Jetzt ist seine Familie gefunden worden. Der Mann will zurück nach Schweden.
04.11.2026, 13:05
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Die Geschichte des mysteriösen Flughafen-Mannes aus Neapel nimmt eine überraschende Wendung! Wie "Heute" berichtete, lebte ein Mann namens Daniel wochenlang ohne Papiere und offenbar ohne Erinnerung an seine Vergangenheit am Flughafen Capodichino.

Jetzt haben die Behörden seine Familie ausfindig gemacht. Und auch Daniel hat seine Meinung geändert: Er möchte endlich zurück nach Schweden.

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Familie hatte seit August nichts mehr von ihm gehört

Wie italienische Medien am Mittwoch berichten, ist es den Behörden gelungen, Kontakt zu Daniels Eltern herzustellen. Diese hatten offenbar seit August nichts mehr von dem jungen Mann gehört und wussten nicht, wo er sich aufhielt.

Die Familie wurde inzwischen über seinen Gesundheitszustand informiert. Daniel selbst hat nun den Wunsch geäußert, in seine Heimat Schweden zurückzukehren. Eine bemerkenswerte Kehrtwende: Noch vor wenigen Tagen hatte er eine Rückreise offenbar strikt abgelehnt.

Sozialarbeiter bringen Daniel in Sicherheit

Auch seine Lebensumstände haben sich inzwischen deutlich verbessert. Nachdem Daniel mehr als einen Monat am Flughafen verbracht hatte, wurde er nun in einer vorübergehenden Unterkunft untergebracht. Dort wird er betreut und erhält Unterstützung.

Möglich wurde das durch die Zusammenarbeit der Stadt Neapel mit der schwedischen Botschaft und dem Konsulat.

Chiara Marciani, die in Neapel für Sozialpolitik zuständige Stadträtin, lobte die "geduldige und beständige Arbeit der Sozialarbeiter". Die Stadt will Daniel nun auch bei der Organisation seiner Heimreise unterstützen.

"Ich wurde verprügelt"

Der Fall hatte in den vergangenen Tagen international für Aufsehen gesorgt. Der junge Mann, der sich selbst als 25-jährigen Schweden bezeichnete, lebte ohne Geld, Reisepass oder persönliche Gegenstände am Flughafen.

Gegenüber einem Reporterteam des italienischen Fernsehsenders Rai hatte er erklärt: "Ich wurde verprügelt." Seinen Angaben zufolge war er von mehreren Personen zusammengeschlagen und ausgeraubt worden. Ob sich der Angriff tatsächlich so ereignet hat, ist bisher nicht bestätigt.

Auch seine Erinnerung schien verschwunden. "Ich bin Schwede, aber ich erinnere mich an nichts", soll er dem schwedischen Honorarkonsul Pierluigi Petrone erklärt haben.

Ein Rätsel bleibt weiterhin ungelöst

Seine ungewöhnliche Geschichte erinnert an den Hollywoodfilm "Terminal" mit Tom Hanks. In Italien bekam der blonde Mann wegen seiner Ähnlichkeit mit Coldplay-Sänger Chris Martin sogar den Spitznamen "Chris Martin von Capodichino".

Nun könnte die Geschichte doch noch ein gutes Ende nehmen. Der schwedische Honorarkonsul hofft, dass Daniel "bald Frieden findet".

Wann Daniel tatsächlich nach Schweden zurückkehren kann, ist noch offen. Und auch die Frage, wie er überhaupt nach Neapel gekommen ist und was ihm zuvor zugestoßen sein könnte, bleibt weiterhin unbeantwortet.

NW, 04.11.2026, 13:05
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