Die verflixte Sieben

Neuer Kalender hat alles um 10 Tage verschoben

Eigentlich war der Siebenschläfertag bereits am 27. Juni, doch der gregorianische Kalender verschiebt alle Regeln des Lostages auf den 7. Juli.
Heute Life
07.07.2026, 09:17
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Verwirrung de luxe! Da die Bauernregeln teilweise schon älter sind als der Schneeberg, kommt es zeitweise zu Dubletten. Grund dafür ist die Einführung des gregorianischen Kalenders im Jahr 1582, der den julianischen Kalender schrittweise abgelöst hat, um kleine Fehler auszumerzen.

Der 7. Juli gilt vielerorts als der "meteorologische Siebenschläfertag", da sich die Wetterregel durch die Kalenderreform zeitlich verschoben hat.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Realer Hintergrund

Die Regel hat übrigens einen realen Hintergrund: Anfang Juli stabilisieren sich in Mitteleuropa häufig großräumige Wetterlagen. Bleibt es zu dieser Zeit trocken und sonnig, hält sich dieses Wetter oft tatsächlich mehrere Wochen – vor allem im Süden Deutschlands und in Österreich.

Die Regel besagt also:

"Wie das Wetter am Siebenschläfertag sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt".

Der Siebenschläfertag hat nichts mit dem niedlichen Tierchen zu tun:

Der Überlieferung nach sollen sich sieben junge Christen während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius in einer Höhle bei Ephesus (heute Türkei) versteckt haben. Dort seien sie eingeschlafen und erst rund 200 Jahre später wieder erwacht.

Die "Sieben Schläfer von Ephesus" wurden zu einer bekannten Heiligengeschichte, deren Gedenktag auf den 27. Juni fiel. Daraus entwickelte sich der heutige Siebenschläfertag.

Siebenschläfer (Glis glis) kommen mit den veränderten Klimabedingungen in Österreich schlecht zurecht, haben aber mit dem "Siebenschläfertag" gar nichts zu tun.
APA-Images / Mary Evans / M. Watson

Sankt Willibald

"Ist's um Sankt Willibald klar, gibt's ein gutes Erntejahr."

Der 7. Juli ist der Gedenktag des heiligen Willibald (700 bis 787), einem angelsächsischen Mönch, Missionar und später dem ersten Bischof von Eichstätt. Aufgrund seines Namenstages gibt es auch den Reim:

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.07.2026, 09:17
Jetzt E-Paper lesen