Österreich erlebt derzeit eine extreme Hitzewelle. Im ganzen Land klettern die Temperaturen auf Rekordwerte, gleichzeitig drohen kräftige Gewitter und Unwetter. Genau in diese Wetter-Achterbahnfahrt fallen zwei der bekanntesten Bauernregeln des Jahres.
Der Siebenschläfertag zählt zu den berühmtesten Lostagen überhaupt. Die bekannte Regel lautet: "Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt." Tatsächlich sehen Meteorologen darin einen statistischen Zusammenhang, weil sich Ende Juni häufig eine stabile Großwetterlage einstellt – auch wenn Ausnahmen natürlich möglich sind.
Doch kaum ist der Siebenschläfertag vorbei, rückt schon der nächste Lostag in den Mittelpunkt.
Am 29. Juni wird das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus gefeiert. Auch dazu gibt es eine überlieferte Bauernregel – und die blickt sogar noch weiter in die Zukunft.
„Peter und Paul hell und klar bringt ein gutes Jahr.“
Während der Siebenschläfer nur die kommenden Wochen vorhersagen soll, verspricht diese Regel gleich ein erfolgreiches ganzes Jahr. Ob damit gutes Wetter, eine reiche Ernte oder allgemeines Glück gemeint ist, bleibt allerdings offen.
Auch wenn viele Bauernregeln auf jahrhundertelangen Naturbeobachtungen beruhen, lassen sich längst nicht alle wissenschaftlich belegen. Vor allem Aussagen über ein "gutes Jahr" sind zu allgemein, um sie meteorologisch überprüfen zu können.
Dennoch faszinieren die alten Wetterweisheiten bis heute. Gerade Ende Juni, wenn Siebenschläfer und Peter-und-Paul-Tag unmittelbar aufeinanderfolgen, richten viele den Blick besonders gespannt auf den Himmel. Die Prognosen für heuer deuten allerdings eher auf eine Fortsetzung des wechselhaften und teils extremen Wettergeschehens hin.