Am 27. Juni ist wieder Siebenschläfertag. Viele Menschen verbinden diesen Tag mit folgender Bauernregel: "Wie das Wetter am Siebenschläfertag, so bleibt es sieben Wochen lang." Doch woher kommt dieser Name eigentlich – und was bedeutet es, wenn rund um den Siebenschläfertag gerade eine Hitzeperiode herrscht?
Entgegen einer weitverbreiteten Annahme geht der Siebenschläfertag nicht auf das niedliche Nagetier zurück. Der Name stammt vielmehr von einer christlichen Legende aus dem dritten Jahrhundert:
Der Überlieferung nach sollen sich sieben junge Christen während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius in einer Höhle bei Ephesus (heute Türkei) versteckt haben. Dort seien sie eingeschlafen und erst rund 200 Jahre später wieder erwacht.
Die "Sieben Schläfer von Ephesus" wurden zu einer bekannten Heiligengeschichte, deren Gedenktag auf den 27. Juni fiel. Daraus entwickelte sich der heutige Siebenschläfertag.
"Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass. Ist er aber sonnig und warm, kommt der Sommer, Gott erbarm'."
Da wir uns hier in Mitteleuropa gerade in einer ausgeprägten Hitzewelle befinden, darf man also von einer stabilen Hochdrucklage ausgehen und auch in den kommenden Wochen mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen rechnen. Drücken wir aber dieses Mal besser die Daumen, dass sich der Bauernkalender irrt und es - der Natur zuliebe - zu einigen Niederschlägen kommt.
Für Süddeutschland und Österreich erreichen ähnliche Siebenschläfer-Regeln laut Meteorologen Trefferquoten von etwa 60 bis 70 Prozent. Das liegt daran, dass sich die atmosphärischen Strömungsmuster zu Beginn des Hochsommers oft über mehrere Wochen hinweg nur langsam verändern.