Die mächtige Omega-Wetterlage hat Europa voll im Griff. Frankreich und Spanien liegen derzeit im Zentrum der rekordebrechenden Hitzewelle. Laut Météo-France war der Dienstag (23. Juni) der heißeste Tag seit Beginn der Messungen im Jahr 1947.
Auch in Spanien wurden die Warnstufen nach oben geschraubt. Die Wetterbehörde AEMET rief für mehrere Gebiete im Norden der Iberischen Halbinsel die rote Warnstufe aus. Betroffen waren unter anderem Gipuzkoa, Bizkaia und Cantabria.
Wie extrem sich die Hitze auswirkt, zeigt nun eine Satellitenaufnahme des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. Die Daten stammen von den Sentinel-3-Satelliten und wurden am 23. Juni 2026 um 09.54 Uhr UTC aufgenommen. Zu sehen sind die Landoberflächentemperaturen in Zentral- und Südfrankreich sowie in Nordspanien.
Auf der Visualisierung fallen große rote und violette Flächen auf. Sie zeigen besonders stark aufgeheizte Gebiete. An mehreren Stellen lagen die Werte bei über 50 Grad:
Wichtig dabei: Dabei handelt es sich nicht um die klassische Lufttemperatur, wie sie etwa auf Wetterkarten angegeben wird. Das Satelliten-Paar misst die Temperatur der Erdoberfläche – also von Böden, Feldern, Straßen oder Felsen. Diese kann deutlich höher sein als die Lufttemperatur, die immer in 2 Metern Höhe im Schatten. Trotzdem zeigt die Karte klar, wie massiv die Hitze die Region belastet.
Die Copernicus-Daten helfen dabei, Hitzeextreme besser zu überwachen. Sie liefern wichtige Hinweise darauf, wie stark solche Wetterlagen Gesundheit, Infrastruktur, Landwirtschaft und Ökosysteme treffen können.