Selenskyj-Mitarbeiterin

Neuer Korruptions-Verdacht erschüttert die Ukraine

Nach Korruptionsermittlungen entlässt Präsident Wolodymyr Selenskyj eine enge Mitarbeiterin. Die Ukraine steht unter Druck, Reformen umzusetzen.
Newsdesk Heute
19.08.2026, 21:29
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Mitarbeiterin aus seinem Büro entlassen. Grund dafür sind neue Ermittlungen wegen Korruption. Die stellvertretende Stabschefin Iryna Mudra muss ihren Posten räumen.

Das hat Selenskyj am Mittwoch per Dekret angeordnet. Zuvor hat die ukrainische Antikorruptionsbehörde laut eigenen Angaben die Häuser von einem Angehörigen des Präsidialamtes und einem Abgeordneten durchsucht.

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Es wird wegen Geldwäsche ermittelt. Dabei geht es um eine Kaution in Millionenhöhe, mit der im vergangenen Jahr ein anderer Verdächtiger aus dem Gefängnis gekommen ist. Mudra selbst wurde von den Ermittlern aber nicht namentlich genannt.

Hindernis für den geplanten EU-Beitritt

In den letzten Jahren haben immer wieder Korruptionsskandale die Ukraine erschüttert – auch im direkten Umfeld von Selenskyj. Sein früherer Bürochef Andrij Jermak ist wegen Ermittlungen zur Korruption im Energiesektor zurückgetreten.

Die weit verbreitete Korruption gilt als eines der größten Hindernisse für den geplanten EU-Beitritt der Ukraine. Selenskyj hat in den vergangenen Wochen auch sein Kabinett umgebaut. Der beliebte Verteidigungsminister Mychailo Fedorow wurde zum Rücktritt gedrängt.

Das hat landesweite Proteste und Streit in der Militärführung ausgelöst. Fedorow hat am Dienstag gefordert, "einen legalen Mechanismus" zu finden, um Wahlen in der Ukraine abzuhalten. Seit 2022 sind wegen des Kriegsrechts keine Wahlen mehr erlaubt.

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