Großer Ärger für einen heimischen Unternehmer mit seinem Citroën Spacetourer. Herr R. bestellte das Fahrzeug im Mai 2024, im Oktober desselben Jahres war es bereits auf seine Firma geleast. Kostenpunkt: ca. 50.000 Euro. Doch schon die erste Fahrt mit dem nagelneuen Auto endete im Fiasko – der Citroën zeigte mehrere Fehlermeldungen in seinem Bordcomputer an. Seitdem reiht sich ein Problem an das nächste.
Besonders die elektrischen Schiebetüren sorgen immer wieder für Schwierigkeiten. Ohne ersichtlichen Grund bleiben sie stecken und lassen sich teilweise nur noch mit enormem Kraftaufwand manuell schließen. Auch technisch gibt es auffällige Mängel: Der Verbrauch des Fahrzeugs ist laut Besitzer extrem hoch, gleichzeitig erreicht die Motortemperatur bzw. das Kühlmittel laut elektronischer Anzeige nie die üblichen 90 Grad. Diese Auffälligkeiten wurden bereits mehrfach beanstandet, eine Lösung blieb bislang jedoch aus.
Hinzu kommen massive Probleme mit der Elektronik. Das Auto startet mitunter gar nicht oder lässt sich nicht mehr ausschalten. Zudem fällt ständig das ABS sowie das ESP aus. Zahlreiche Werkstattaufenthalte folgten, doch bislang ohne Erfolg. Die Werkstätten konnten die Fehler nicht nachhaltig beheben.
Der frustrierte Besitzer fühlt sich mit seinen Problemen nicht allein: "Als ich die Geschichte über die Familie und ihren Citroën gelesen habe, dachte ich, es geht um mich", sagt er. Die aufgetretenen Fehler scheinen also kein Einzelfall zu sein, sondern sich mit anderen bekannten Fällen zu decken.
Auf Anfrage äußerte sich auch Stellantis (der Konzern hinter Citroën) zu dem Fall. Ein Pressesprecher erklärte, man bedauere die aktuellen Umstände rund um das Fahrzeug. Citroën Österreich stehe mit dem Kunden in Kontakt und lade ihn ein, jede autorisierte Citroën-Vertragswerkstätte aufzusuchen, um eine erneute Fahrzeugdiagnose durchführen zu lassen und mögliche Mängel bestmöglich zu beheben.
Zu einigen der beanstandeten Punkte werde es zudem ein Softwareupdate seitens des Herstellers in Frankreich geben. Sobald dieses verfügbar sei, könne es auf das Fahrzeug aufgespielt werden. Bis dahin betont der Hersteller, dass derzeit kein "sicherheitsrelevanter Mangel" vorliege, andernfalls hätte es bereits eine entsprechende Rückrufaktion gegeben.
Für den betroffenen Unternehmer bleibt die Situation dennoch unbefriedigend. Trotz moderner Technik, Leasingvertrag und wiederholter Werkstattbesuche ist sein Firmenauto bislang alles andere als verlässlich – und der Frust wächst mit jedem weiteren Ausfall. "Ich bin mit den Citroens aufgewachsen, besaß selbst mehrere Modelle in der Vergangenheit. Doch jetzt ist das Vertrauen in die Marke völlig zerstört", so das bittere Fazit des Selbstständigen. Für ihn war es definitiv der letzte Citroën.