Stocker in Abu Dhabi

"Nicht akzeptabel" – Kanzler macht knallharte Ansage

Die Angriffe des Irans in der Golfregion seien "inakzeptabel", sagt Kanzler Stocker. Der VP-Chef will sich nun mit Israels Premier Netanyahu treffen.
Nicolas Kubrak
08.05.2026, 12:30
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Die Spannungen in der Golfregion nehmen weiter zu – und der Kanzler ist mittendrin. Gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation reiste Christian Stocker (ÖVP) in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), um über die heikle Situation im Nahen Osten zu sprechen. "Österreich steht fest an der Seite der Emirate", stellte der Bundeskanzler klar.

Emirate leiden unter Iran-Krieg

Erst zu Beginn der Woche ist es in der Hafenstadt Fudschaira zu einer iranischen Drohnenattacke gekommen. Eine Ölanlage stand in Flammen, die emiratische Flugabwehr stehe wegen "Bedrohungen durch Drohnen und Raketen", die direkt aus dem Iran abgefeuert worden seien, im Dauereinsatz. Der Iran dementierte die Angriffe und bezeichnete die Emirate daraufhin als "Feind der islamischen Welt".

Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran sind auch die Emirate stark vom Konflikt betroffen: Iranische Drohnen und Raketen zerstörten nicht nur Ölraffinerien, sondern vor allem das Image als friedliches und sicheres Land. Das wiederum hat Auswirkungen auf Tourismus, der um bis zu 90 Prozent eingebrochen ist, und Wirtschaft.

Kanzler verurteilt Iran-Angriffe

Bei seinem Besuch in den Emiraten sprach der Bundeskanzler u. a. mit Präsident Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan und Industrieminister Sultan Ahmed Al Jaber. "Wir haben uns darüber unterhalten, wie die Situation vor Ort ist", verriet Stocker. "Ich habe meine Solidarität mit den Emiraten ausgedrückt. Die Angriffe des Irans sind inakzeptabel, weil sie die Souveränität und Integrität des Landes betreffen."

Stocker will sich mit Netanyahu treffen

Stocker telefonierte ebenfalls mit Israels Premierminister Benjamin Netanyahu. "Er hat vermittelt, dass es vonseiten Israels nicht akzeptabel ist, dass der Iran Nuklearwaffen besitzt", fasste der Kanzler zusammen. Es müsse geklärt werden, wo sich waffenfähiges Material befinde und was damit geschehe. Klar ist: "Wir stehen auf der Seite Israels." Noch vor dem Sommer dürfte Stocker nach Israel reisen – dabei dürfte es auch zu einem persönlichen Treffen mit Netanyahu kommen. Ein solches hätte bereits im Februar stattfinden sollen, es wurde allerdings kurzfristig abgesagt.

{title && {title} } nico, {title && {title} } 08.05.2026, 12:30
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