Das System zur Regelung der Straße von Hormus am Persischen Golf soll nach Angaben des iranischen Vizepräsidenten Mohammed-Reza Aref grundlegend verändert werden.
"Das Regime der Straße von Hormus wird nicht mehr so sein wie früher", schrieb Aref auf X. Der Iran wolle die "kriegerischen Errungenschaften" in der Region in einen "dauerhaften wirtschaftlichen Vorteil" für das Land umwandeln.
Er fügte hinzu, das ursprüngliche Ziel der Gegner – einen politischen Wechsel im Iran herbeizuführen – habe lediglich zu einem "Regimewechsel in Hormus" geführt. Nach iranischen Angaben dürfen künftig nur noch jene Schiffe die Straße von Hormus passieren, deren Eigentümer nicht am Krieg gegen den Iran beteiligt sind. Schiffe, die Staaten oder Akteuren zugerechnet werden, die Teheran als Unterstützer des Krieges betrachtet, werden von der Durchfahrt ausgeschlossen.
Außerdem plant das iranische Parlament ein Gesetz, das ein Mautsystem für die Meeresenge einführen soll. Demnach müssten Schiffe künftig Gebühren für die Passage entrichten.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, weil ein großer Teil des globalen Erdöl- und Gasexports durch diese enge Meerenge transportiert wird. Kommt es dort zu Störungen – etwa durch Konflikte oder militärische Spannungen – können Lieferketten unterbrochen werden, was zu steigenden Energiepreisen und wirtschaftlicher Unsicherheit weltweit führt. Solche Krisen betreffen daher nicht nur die Region, sondern haben direkte Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und Versorgungssicherheit.
Es ist also davon auszugehen, dass das Mautsystem weitere erhebliche Auswirkungen auf den Öl- und Gasmarkt haben wird.