Richard Lugner gehörte für Alfons Haider einfach zu Wien. Dass dieser nach langer Debatte eine Grünfläche in Grinzing nun doch nicht nach dem verstorbenen Baumeister benannt wird, versteht der Entertainer nicht. Auf Instagram meldet er sich zur Debatte – und spricht dabei direkt zu "Mörtel".
"Lieber Richard Lugner, es hat eine Kommission gegeben, es haben sich alle darüber echauffiert – ich habe diese Entscheidung nicht verstanden," macht Haider klar.
Warum Lugner am Ende keinen eigenen Platz bekommt, bleibt für ihn schwer greifbar. Doch viel wichtiger ist Haider ohnehin etwas anderes: die Erinnerung, die der Baumeister bei den Menschen hinterlassen hat. Denn Lugner war für ihn weit mehr als nur der Mann hinter der Lugner City oder der Opernball-Gastgeber mit immer neuen Stargästen. Er war über Jahrzehnte eine jener Figuren, die man untrennbar mit Wien verbunden hat.
"Ich bin mir sicher, dass Sie ganz genau wissen, dass die Wienerinnen und Wiener Sie ziemlich lang, wenn nicht sogar Jahrzehnte, äußerst geschätzt haben", sagt Haider. Für ihn sei "Mörtel" ein "grantelndes, tolles Aushängeschild für diese Stadt und den Tourismus" gewesen.
Und genau das bleibt für Haider - ob mit eigenem Platz oder ohne. "Ich glaube, lieber Richard Lugner, dass Ihnen wirklich die Erinnerung, die viele Menschen positiv an Sie haben werden, weit mehr wert sein wird als irgendein Platz, der Ihr Namensschild trägt."
Am Ende braucht es für Haider also keinen offiziellen Richard-Lugner-Platz, damit der Baumeister seinen Platz in Wien behält. Den hat er sich längst selbst geschaffen – in den Erinnerungen der Menschen.