Ein "Lugner-rotes" Schild mit seinem Namen: Anna und Christian Sinemus widmen dem verstorbenen Baumeister einen ganz persönlichen Platz. Am Sonntag, dem 11. Oktober, wurde die Ehrung im Schanigarten ihres Lokals "Sinemus" in Döbling feierlich enthüllt – an jenem Tag, an dem Lugner Geburtstag gehabt hätte - er wäre 94 geworden.
Damit setzen die beiden ein Zeichen – nachdem der Vorschlag für einen offiziellen Richard-Lugner-Platz in Wien gescheitert war. Christian Sinemus stellt gegenüber "Heute" klar: "Ich finde es nicht fair von der Stadt Wien, jeder zweite Kuckuck kriegt einen Platz und Tina Turner kriegt jetzt eine Promenade und Richard, der wirklich ein engagierter Mensch war – für die Lugner City, für den Opernball – bekommt gar nichts."
Darum nahmen Anna und Christian Sinemus die Sache selbst in die Hand. Sie wollten etwas auf die Beine stellen – und Lugner einen festen Platz in ihrem Lokal geben. Ein offizieller Platz im Wiener Stadtplan ist es zwar nicht. Doch für die beiden zählt vor allem die persönliche Erinnerung – und die Möglichkeit, Richard Lugner in Wien weiterhin sichtbar zu halten.
Für einen besonders emotionalen Moment sorgte die Anwesenheit seiner Witwe Simone Lugner. Sie war bei der Enthüllung dabei und erlebte mit, wie ihrem verstorbenen Mann auf ganz persönliche Weise die Ehre erwiesen wurde.
"Es ist wirklich sehr schön, dass Richard so geschätzt wird," freut sich Simone Lugner im "Heute"-Talk. "Der Sinemus ist wirklich jemand der Richard gekannt und zu schätzen gewusst hat und ihm das jetzt ermöglicht. Das finde ich sehr schön."