Krisenalarm um Kim

Nordkorea feuert erneut Rakete ab – Kritik aus Seoul

Nordkorea hat erneut eine mutmaßlich ballistische Rakete getestet und damit internationale Besorgnis ausgelöst. Die Spannungen steigen.
Newsdesk Heute
20.09.2026, 19:58
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Südkorea, die USA und Japan haben nach dem Start einer Rakete von Nordkorea sofort Informationen ausgetauscht. Das Nationale Sicherheitsbüro vom südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung hat eine Krisensitzung einberufen, um gemeinsam mit dem Präsidialamt über die nächsten Schritte von Seoul zu beraten.

Wie "NTV" berichtet, spricht die Regierung von einem "schwerwiegenden" Verstoß gegen die Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats und fordert Pjöngjang auf, die Raketenstarts "unverzüglich einzustellen". Schon davor hat das japanische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass Pjöngjang eine mutmaßlich ballistische Rakete in Richtung Meer östlich der koreanischen Halbinsel abgeschossen hat.

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Das Ministerium erklärte, das Geschoss sei "bereits herabgefallen", genauere Angaben gab es aber nicht. Auch das Büro der japanischen Regierungschefin Sanaei Takaichi hat den Abschuss bestätigt. Zuletzt hat Nordkorea am 12. September mehrere ballistische Raketen mit kurzer Reichweite in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Damals sprach das Land später von einer "Angriffsübung" mit Raketen und Artillerie.

Geschätzt bis zu 120 Atomwaffen

Diese Abschüsse sind nur einen Tag nach dem Ende eines fünftägigen Militärmanövers von Südkorea, den USA und Japan passiert. Nordkorea testet immer wieder ballistische Raketen und andere Waffensysteme. Laut Experten will das Regime mit diesen Tests seine militärischen Fähigkeiten weiterentwickeln und Stärke zeigen.

In dieser Woche hat sich die Führung in Pjöngjang außerdem über eine Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu ihrem Atomprogramm beschwert und betont, dass Nordkorea ein "Atomwaffenstaat" sei. Das Land steht wegen seinem Atomwaffen- und Raketenprogramm schon seit Jahren unter harten internationalen Sanktionen.

Trotzdem hält Pjöngjang an diesen Programmen fest und hat seinen Status als Atommacht 2023 sogar in der Verfassung verankert. US-Präsident Donald Trump meinte im August, Nordkorea habe "57 sehr mächtige Atomwaffen". Die südkoreanische Regierung schätzt, dass Nordkorea rund 80 bis 120 Atomwaffen besitzt.

red,20.09.2026, 19:58