Kuba erlebt derzeit eine Kälte, wie sie das Land noch nie zuvor gesehen hat: Erstmals in der Geschichte der tropischen Insel sind die Temperaturen auf den Gefrierpunkt gefallen.
Wie der kubanische Wetterdienst Insmet am Dienstag auf Facebook mitteilte, registrierte eine Wetterstation in der Provinz Matanzas im Norden des Landes einen Wert von null Grad. Damit wurde die niedrigste jemals gemessene Temperatur in Kuba erreicht.
Besonders ungewöhnlich: Das Wetterzentrum von Matanzas berichtete sogar von mit Frost überzogenen Feldern – ein seltenes Bild in dem sonst für Hitze bekannten Karibikstaat. Der bisherige Rekord lag bei 0,6 Grad und wurde 1996 gemessen.
Als Ursache wird eine heftige Kaltfront, durch die Polarluftmassen aus dem Norden des amerikanischen Kontinents bis in die Karibik strömten, genannt.
Auch in den USA sorgt derzeit eine außergewöhnliche Kältewelle für extreme Bedingungen. Schnee und Eis trafen sogar Regionen, in denen normalerweise mildere Winter üblich sind, etwa North Carolina und Georgia. Selbst im Sonnenstaat Florida hatte die Kälte kuriose Folgen: Dort stürzten wegen der niedrigen Temperaturen sogar Leguane von den Bäumen.