Die Preise an den Zapfsäulen setzen Autofahrer bereits kräftig unter Druck. Doch eine rasche Rückkehr zu deutlich günstigeren Zeiten erwartet ÖAMTC-Experte Dominik Graf nicht. Im Gegenteil: Er hält sogar Preise von 2,50 Euro pro Liter für möglich.
Am Freitag kletterte der Ölpreis erstmals seit vier Monaten wieder über die Marke von 100 Dollar pro Barrel. Gleichzeitig sorgt der Iran-Krieg für zusätzliche Unsicherheit. Laut Trump-Beratern könnte dieser bis 2029 dauern.
Die Folgen bekommen Autofahrer bereits zu spüren. Für einen Liter Diesel werden teilweise mehr als 2,30 Euro verlangt.
Graf rechnet damit, dass die Preise noch weiter nach oben gehen könnten. "2,50 Euro würden mich nicht wundern. Es wird in diese Richtung gehen", sagt der ÖAMTC-Experte zur "Kronen Zeitung".
Der derzeitige Preisschock könnte seiner Einschätzung nach zwar wieder etwas nachlassen. Eine Rückkehr zum früheren Preisniveau erwartet Graf allerdings nicht mehr, berichtet die Tageszeitung.
Auch langfristig könnte zusätzlicher Druck auf die Spritpreise entstehen. Ab 2028 wird die nationale CO2-Bepreisung durch das europäische Emissionshandelssystem ETS 2 ersetzt. Dadurch könnte Tanken erneut teurer werden.
Wie Autofahrer angesichts der hohen Preise entlastet werden sollen, ist innerhalb der Bundesregierung umstritten.
Die SPÖ drängt weiterhin auf eine Begrenzung der Margen der Mineralölkonzerne. Im Wirtschaftsministerium sieht man diesen Vorschlag kritisch und verweist darauf, dass die österreichischen Spritpreise unter dem EU-Schnitt liegen.
Auch NEOS-Abgeordnete Karin Doppelbauer warnt vor vorschnellen Maßnahmen. Am Wochenende soll dennoch über mögliche Lösungen beraten werden.