"60 Geisteskranke"

ÖFB-Ass packt aus: "Dachten, wir werden Europameister"

Michael Gregoritsch ist aus dem ÖFB-Team nicht mehr wegzudenken. Nun gab der Angreifer ganz tiefe Einblicke.
20.10.2026, 18:26
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Gregoritsch ist 81 Mal für Österreichs Fußball-Nationalteam aufgelaufen, war zuletzt sogar Kapitän und hat 25 Tore erzielt – darunter den wichtigen Ausgleich in der WM-Qualifikation gegen Bosnien, der Rot-Weiß-Rot erstmals seit 28 Jahren wieder zu einer WM-Endrunde gebracht hatte.

"Es war so geil, es war so toll", erinnerte sich der Legionär von Augsburg im Podcast "Copa TS". "Es war der beste Moment in meinem Leben – mit Abstand. Nicht nur das Tor selbst, sondern auch die Nacht danach. Ich bin ungeduscht zu der Party, war um sechs Uhr daheim und habe mir dann erst das Tape am Sprunggelenk durchgeschnitten", erinnerte sich der 32-Jährige. Er sei danach aber in "ein kleines Loch" gefallen, vor allem emotional. "Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, wie ich mir das Tor angeschaut habe und hatte dabei Tränen in den Augen", so Gregoritsch.

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"Ich werde emotional, wenn ich darüber spreche. Dass dieser ganze Film in meine Richtung gelaufen ist... Wie in Hollywood", sagte der ÖFB-Star danach. "Ich wusste an dem Tag, da passiert etwas Großes für mich", so Gregoritsch, er habe es gespürt.

"Dachten, wir werden Europameister"

Noch einprägsamer sei die EM 2024 gewesen, wie Gregoritsch dann erzählte. "Wir waren ja 60 Geisteskranke, inklusive Staff. Wir dachten, wir können Europameister weiter, wir dachten, wir werden Europameister", so der 32-Jährige.

"Dann haben wir die Gruppe gewonnen und dann dachten wir es wirklich. Es zu sagen, ist ja das eine, aber es zu glauben, ist dann das andere", so der Torjäger. Deshalb sei die Achtelfinal-Niederlage gegen Türkei so schmerzhaft gewesen: "Wir dachten, wir sind gerade vom Blitz erschlagen worden. Das sieht man ja an unserer Reaktion. Und ich gehe bis heute mit Bauchschmerzen in das Stadion in Leipzig. Ich hasse dieses Stadion", erzählte Gregoritsch.

Bei der WM sei Österreichs Team nun einfach "schlecht" gewesen. "Das muss man einfach sagen. Wir waren nicht gut genug. Da hatten wir nie so diesen Glauben. Das hat uns gefehlt", so der 32-Jährige. Es sei frühzeitig klar gewesen, dass man in der Gruppe gegen Weltmeister Argentinien spielt und dann in der K.o.-Runde Spanien warten würde. Gegen den späteren Weltmeister kam dann das Aus. "Es war ein Klassenunterschied", so der Angreifer.

red, 20.10.2026, 18:26