Der Kader verändert sich, der Anspruch nicht. Vor dem Start in die Nations League macht ÖFB-Präsident Josef Pröll deutlich, was er von Ralf Rangnick und dessen neu formierter Mannschaft erwartet: Österreich soll zurück in die höchste Spielklasse der Nations League.
"Wir wollen in Liga A aufsteigen. Das ist unser sportlicher Anspruch und auch ökonomisch attraktiv", stellt Pröll gegenüber der APA klar.
Dabei muss Rangnick in den kommenden Partien auf gleich mehrere prominente Namen verzichten. David Alaba ist nicht matchfit, Marko Arnautovic zurückgetreten, Marcel Sabitzer pausiert im Nationalteam und Christoph Baumgartner fällt verletzt aus. Konrad Laimer fehlt zumindest in den ersten beiden Begegnungen.
Trotz der schwierigen Voraussetzungen erwartet sich der Verbandsboss einen erfolgreichen Lehrgang. Rangnick selbst hatte bei der Präsentation seines Kaders angekündigt, dass es "scheppern" werde. Ein Umstand, den er vor allem während der Weltmeisterschaft vernachlässigte.
Pröll greift diese Ansage nun auf: "Wenn man Teamchef Ralf Rangnick bei der Kaderbekanntgabe zugehört hat mit dem Anspruch, dass es scheppern wird, dann ist alles angerichtet für einen erfolgreichen Lehrgang."
Österreich startet am Donnerstag in Linz gegen Israel. Danach folgen die Duelle mit dem Kosovo in Wien, Irland in Dublin und erneut dem Kosovo in Pristina. Der direkte Weg in Liga A führt über den Gruppensieg. Bei Platz zwei hätte das ÖFB-Team im März 2027 über das Aufstiegs-Play-off noch eine zweite Chance.
Für Rangnick geht es allerdings nicht nur um Punkte. Durch die zahlreichen Veränderungen muss innerhalb des Teams eine neue Hierarchie entstehen.
"Es gibt eine Neuaufstellung in mehreren Bereichen. Die wirkliche Herausforderung liegt jetzt darin, die neuen Spieler relativ rasch zu integrieren und eine Mannschaft zu formen", sagt Pröll. Auch neue Führungsspieler sollen sich herauskristallisieren. "Jetzt wird man sehen, wer rasch Führungsrollen übernimmt. Es gibt genügend Spieler, die schon lange im Nationalteam sind und in diese Rollen reinwachsen werden."