"Es ist schon sehr besonders, weil Österreich seit 28 Jahren nicht mehr dabei war. Für alle im Kader ist das ein absolutes Highlight – auch für mich. So etwas Großes und Geiles habe ich noch nie annähernd gehabt", strahlte Wimmer nach dem Einrücken ins ÖFB-Teamcamp in Wien-Aspern.
Mit Paul Wanner und Carney Chukwuemeka verstärkte sich das Team noch, die beiden Spieler entschieden sich, für Rot-Weiß-Rot aufzulaufen. "Ich bin froh, dass wir zwei so starke Spieler in den Kader dazubekommen haben, bin froh, dass wir mit einer noch besseren Truppe zur WM fahren", meinte der Flügelflitzer. Und ergänzte: "Es spricht für uns, dass sich zwei Spieler mit dieser Qualität für Österreich entschieden haben."
Die Gruppe J hat es mit Jordanien, Weltmeister Argentinien und einem möglichen Entscheidungsspiel um den Aufstieg gegen Algerien in sich. Gerade Auftaktgegner Jordanien ist durchaus ein unbeschriebenes Blatt.
"Bei einer WM wird kein Spiel eine gmahte Wiesn", so Wimmer, der trotzdem an einen "Dreier" glaubt. Das Argentinien-Duell sei "natürlich etwas Besonderes. Aber es ist ein WM-Spiel wie jedes andere. Man muss alle Spiele gleich angehen", erklärte der 24-Jährige.
Auf die Frage, wann Wimmer nach der WM mit dem ÖFB-Abschneiden zufrieden sei, ließ der Flügelstürmer aufhorchen: "Zufrieden bin ich nur mit dem Turniersieg." Danach ergänzte der Wolfsburg-Legionär: "Man hat große Hoffnungen, große Ziele. Die muss man sich stecken. Und man hat in den letzten Jahren gesehen, dass wir jeden Gegner schlagen können. Warum sollte das nicht bei der WM passieren?", gab sich Wimmer betont selbstbewusst. Danach räumte der Deutschland-Legionär aber ein: "Es muss natürlich bei einer WM ein paar Mal passieren."
Dass Wimmer zuletzt einen sportlichen Rückschlag hinnehmen musste, mit seinem Klub Wolfsburg in der Relegation gegen Paderborn verlor, die "Wölfe" nun absteigen müssen, schmerzte den Flügelflitzer, der angeschlagen nicht auf dem Platz stand. "Die Situation ist nicht schön gewesen in den letzten Tagen. aber es wird mich auf keinen Fall beeinflussen", erklärte er. Wichtiger sei es nun, seine leichte Blessur auszukurieren. "Spätestens wenn es nach Amerika geht, werde ich wieder voll fit sein", so der Deutschland-Legionär.
"Es war eine klassische Muskelverletzung, ein Faserriss. Ich hätte das Rückspiel der Relegation mit Risiko spielen können, aber ich wollte kein Risiko eingehen vor der WM", sagte Wimmer. Hinter dem Einsatz im Testspiel gegen Tunesien (Montag, 20.45 Uhr) steht aber ein Fragezeichen.
Nach der WM wird Wimmer wohl kaum nach Wolfsburg zurückkehren, auch wenn der Vertrag des Teamspielers auch für die 2. deutsche Bundesliga gilt. "Ich habe nie damit gerechnet, dass wir absteigen. Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht", sagte Wimmer. Die Gespräche mit seinem aktuellen Verein würden erst nach der Weltmeisterschaft starten. "Dann wird man sehen, wohin es mich verschlägt, was sein wird."