Öffi-Fahrgäste in Niederösterreich und dem Burgenland müssen tiefer in die Tasche greifen. Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) passt seine Tarife an. Nachdem bereits mit 1. Juli zahlreiche Regionaltickets teurer wurden, folgt mit 1. September 2026 die nächste Preisrunde.
Betroffen sind insbesondere die VOR KlimaTickets MetropolRegion und Region sowie die Strecken-Jahreskarten. Die Erhöhung beträgt beim regionalen Anteil für Niederösterreich und das Burgenland durchschnittlich 3,5 Prozent. Die Preise innerhalb der Kernzone Wien bleiben hingegen unverändert.
Das VOR KlimaTicket MetropolRegion, das in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gilt, kostet ab September regulär 1.019 Euro pro Jahr. Bisher waren es 1.000 Euro. Senioren sowie Jugendliche und Personen mit Spezialtarif zahlen künftig 714 statt 700 Euro.
Beim VOR KlimaTicket Region für Niederösterreich und das Burgenland steigt der Vollpreis von 533 auf 552 Euro jährlich. Der ermäßigte Tarif für Senioren sowie Jugend/Spezial verteuert sich von 400 auf 414 Euro.
Auch die VOR Strecken-Jahreskarten werden um durchschnittlich 3,5 Prozent teurer. Wie viel Fahrgäste tatsächlich bezahlen müssen, hängt von der jeweiligen Strecke zwischen Start- und Zielort ab.
Deutlich mehr kostet künftig auch das Jugendticket. Der Bund erhöht mit Beginn des Schuljahres 2026/27 den Selbstbehalt für die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt österreichweit um zehn Euro. Das VOR Jugendticket verteuert sich dadurch von 19,60 auf 29,60 Euro.
Noch stärker fällt der Preissprung beim Top-Jugendticket aus. Statt bisher 88,60 Euro werden künftig 101 Euro fällig. Damit können Schüler und Lehrlinge weiterhin das gesamte Verbundnetz in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ganzjährig nutzen – auch an Wochenenden und in den Ferien.
Bereits seit 1. Juli gelten höhere Preise für Einzel-, Tages-, 7-Tage- und 31-Tage-Tickets im Regionaltarif. Die günstigste Einzelfahrt in Niederösterreich und dem Burgenland verteuerte sich beispielsweise von 2,20 auf 2,30 Euro, eine Tageskarte von 4,30 auf 4,50 Euro.
Eine Einzelfahrt von der Wiener Kernzonengrenze nach St. Pölten Hauptbahnhof kostet seither 14,50 statt 14 Euro. Für die Strecke Mattersburg Brunnenplatz – Wiener Neustadt Hauptbahnhof werden 5,90 statt bisher 5,70 Euro verlangt.
Gleichzeitig hat der VOR sein Ticketsortiment umgestellt. Klassische Wochen- und Monatskarten entfallen. Stattdessen gibt es weiterhin die flexiblen 7-Tage- und 31-Tage-Tickets, deren Startdatum frei gewählt werden kann. Die vergünstigten Monatskarten für Studierende bleiben bestehen.
Auch bei Verwaltungsleistungen wird mehr verlangt. Die Bearbeitungsgebühr für bestimmte Leistungen – etwa Duplikate von Jahres- und Jugendtickets oder schriftliche Mahnungen – wurde von zehn auf 15 Euro angehoben.
Der VOR begründet die Preiserhöhungen mit der allgemeinen Kostenentwicklung sowie gestiegenen Energie- und Betriebskosten. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf würden weiterhin nur einen Teil der tatsächlichen Kosten des öffentlichen Verkehrs decken. Den überwiegenden Anteil tragen laut VOR die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie der Bund.