Der Aufruf der SPÖ-Jugendorganisationen zu Schulstreiks gegen das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren sorgt für eine deutliche Reaktion des Jugendsprechers der Volkspartei Niederösterreich, Landtagsabgeordneter Florian Krumböck.
"Die linke Jugend hat bis heute anscheinend nicht verstanden, dass der Islamismus der Feind der freien Gesellschaft ist. Der Aufruf zum Schulstreik zeigt, dass die SPÖ-Jugendorganisationen in ihrer ganz eigenen Welt leben. So verteidigt man keine demokratisch-westlichen Werte, sondern öffnet den Feinden unserer Lebensweise Tür und Tor", so Krumböck.
Und weiter: "Wenn AKS und sozialistische Jugend es brauchen, dann nochmals ganz klar: Der Islamismus unterdrückt Mädchen, er höhlt unsere liberale Gesellschaft aus und er tötet, wenn wir erst an den letzten Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin denken. Die jungen Linken täten gut daran, die rosarote ideologische Brille abzusetzen. Anstatt religiöser Extremisten sollten sie junge Mädchen, unsere westlichen Werte und unsere Demokratie verteidigen."
Mit deutlichen Worten hatte bereits Landeschefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) auf Berichte über organisierte Boykott-Aufrufe gegen das mit dem neuen Schuljahr geltende Kopftuchverbot für Mädchen bis zum 14. Geburtstag reagiert. "Diese Boykott-Aufrufe sind inakzeptabel", so Mikl-Leitner, die an Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) appelliert.
"Integrationsunwilligen Eltern muss unmissverständlich aufgezeigt werden, dass es null Toleranz für solche Provokationen gegen den österreichischen Staat gibt", so Mikl-Leitner.
Angesichts der Boykottversuche fordert Mikl-Leitner nun eine Überprüfung der vorgesehenen Strafhöhe: Wiederkehr solle sich ein Beispiel am eigenständigen nö. Weg nehmen "und die Höchststrafen von 800 € in Richtung 2.500 € anheben".