Der Ölpreis ist am Mittwoch deutlich unter Druck geraten. Ein Fass der für Europa wichtigen Rohölsorte Brent näherte sich zeitweise der 73-Dollar-Marke. Damit lag der Preis für 159 Liter fast wieder auf Vorkriegsniveau. Damals, am 27. Februar, einen Tag vor der Iran-Attacke, ging Brent mit 72,48 US-Dollar aus dem Handel.
Für Konsumenten ist das zwar ein wichtiges Signal, tatsächlich ist aber die Entspannung noch nicht in vollem Umfang an den Zapfsäulen angekommen. Laut aktuellsten offiziellen Zahlen der E-Control vom 23. Juni zahlten Lenker in Österreich im Schnitt zuletzt 1,726 Euro für einen Liter Diesel. Ein Liter Super kostete im Mittel 1,667 Euro.
Für Mittwoch (später Nachmittag) verzeichnete etwa die Seite des ÖAMTC bei Diesel weiter überwiegend Preise von mehr als 1,7 Euro je Liter, bei Super waren es häufig um die 1,65 Euro. Heißt im Klartext: Aktuell zahlen Autofahrer für den Liter Sprit im Schnitt um die 15 Cent mehr als am 27. Februar. An diesem Tag kostete Diesel 1,569 Euro, Super 1,519 Euro.
Trotzdem ist der Rückgang im Vergleich zum Höhepunkt der Iran-Krise deutlich. Am teuersten Tag mussten Lenker für Diesel im Schnitt 2,204 Euro pro Liter hinblättern, für Super 1,910 Euro. Seither ist Diesel um gut 50 Cent billiger geworden, Super um ca. 24 Cent.
Für viele Autofahrer ist das eine spürbare Entlastung. Wer einen 50-Liter-Tank mit Diesel füllt, zahlt im Vergleich zum Krisen-Höchststand derzeit rund 24 Euro weniger. Bei Super sind es rund 12 Euro weniger pro Tankfüllung.