Rot-weiß-rot mitten in Bozen! Rund 1.000 Südtiroler Schützen haben am Samstagabend mit einem Aufmarsch ihre Verbundenheit zu Österreich gezeigt. Die Aktion am Waltherplatz sorgt nun für heftige Kritik aus der italienischen Politik.
Anlässlich des österreichischen Nationalfeiertags veranstalteten die Schützen den "Großen Österreichischen Zapfenstreich". Wie das Portal "Stol.it" berichtet, zogen Teilnehmer aus ganz Südtirol mit einer großen Österreich-Fahne durch Bozen. Auf dem Waltherplatz wurde diese schließlich gehisst.
Unter den Anwesenden befanden sich auch Südtirols Landeshauptmann-Stellvertreterin Rosmarie Pamer (SVP), Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) sowie der österreichische Generalkonsul in Mailand, Wolfgang Lukas Strohmayer.
Schützen-Landeskommandant Christoph Schmid erklärte, mit der Veranstaltung solle die geschichtliche und kulturelle Verbindung zu Österreich zum Ausdruck gebracht werden.
Ganz anders sieht das Alessandro Urzi von der italienischen Regierungspartei Fratelli d’Italia (FdI). Der Südtiroler Abgeordnete wirft den Organisatoren vor, die Autonomie Südtirols und die zugrunde liegenden internationalen Vereinbarungen infrage zu stellen.
Rückendeckung bekommen die Schützen von Sven Knoll von der oppositionellen Süd-Tiroler Freiheit. Er verteidigte den Aufmarsch und beschuldigte Urzi seinerseits, die historische Identität der Südtiroler anzugreifen.