Ein weggeworfener Österreich-Schal sorgt für politischen Wirbel. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz attackiert die SPÖ und verlangt eine klare Reaktion von Finanzminister Markus Marterbauer.
Kurz vor dem Nationalfeiertag sorgt eine Aktion aus dem Umfeld des Verbands Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) für heftige Kritik der FPÖ.
Wie "Heute" berichtete, warf Selina Wienerroither, VSStÖ-Vertreterin und stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH), einen ihr überreichten rot-weiß-roten Österreich-Schal demonstrativ hinter sich auf den Boden. Die Szene wurde dem Bericht zufolge von Applaus und Gelächter begleitet.
Der FPÖ-Generalsekretär bezeichnet den Vorfall als "an Respektlosigkeit gegenüber unserer Republik kaum zu überbietenden Skandal".
"Während morgen Millionen Österreicher ihren Nationalfeiertag begehen und damit ihre Verbundenheit zu unserer Heimat zum Ausdruck bringen, wird bei den roten Studenten unsere rot-weiß-rote Fahne offenbar zum Feindbild erklärt. Wer unsere Nationalfarben derart verächtlich macht, zeigt vor allem eines: eine erschreckende Geringschätzung gegenüber Österreich und seinen Menschen. Ein solches Verhalten ist völlig inakzeptabel, erst recht aus dem Umfeld einer Regierungspartei!", kritisiert Schnedlitz.
Für Schnedlitz ist die Aktion kein isolierter Vorfall. Er verweist auf eine Kontroverse aus dem Vorjahr, als der VSStÖ Wien mit dem Motto "Nieder mit den Österreich-Fahnen" für Kritik gesorgt hatte.
"Offenbar ist die Verachtung unserer Heimat und Republik in Teilen der SPÖ und ihrer Nachwuchsorganisationen längst zum politischen Programm geworden", behauptet der FPÖ-Generalsekretär.
Nun nimmt Schnedlitz SPÖ-Finanzminister Marterbauer ins Visier. Er fordert von ihm eine öffentliche Stellungnahme und Konsequenzen innerhalb der Partei.
"Die SPÖ ist als Regierungspartei angesichts ihres beispiellosen Führungschaos und ihrer katastrophalen Regierungsbilanz ohnehin längst nicht mehr tragbar. Offenbar schafft es diese Partei nicht einmal mehr, in den eigenen Reihen bei ihrem Nachwuchs für Ordnung und ein Mindestmaß an Respekt vor unserer Republik zu sorgen. Während sich die roten Spitzenfunktionäre seit Wochen mit ihrer eigenen Selbstzerfleischung beschäftigen, liefern ihre Nachwuchsorganisationen einen Österreich-feindlichen Eklat nach dem anderen."
Und weiter: "Marterbauer, der künftig an der Spitze der sozialdemokratischen Regierungsmannschaft stehen will, muss jetzt unmissverständlich erklären, ob er dieses Verhalten gutheißt oder endlich Konsequenzen in den eigenen Reihen ziehen. Wenn Marterbauer nicht durchgreift, macht er sich mitschuldig wenn Österreich nicht nur symbolisch in den Dreck geworfen wird!", so Schnedlitz.
Zum Abschluss verschärft der Freiheitliche seine Kritik an der SPÖ und verbindet den Vorfall mit einem Angriff auf die Regierungsarbeit.
"Wer unser Land regieren will, sollte zumindest ein Mindestmaß an Wertschätzung für dieses Land mitbringen. Statt ständig gegen Österreich und seine Symbole zu polemisieren, sollte sich die SPÖ endlich darum kümmern, was sie den Österreichern mit ihrer verfehlten Regierungspolitik tagtäglich zumutet", erklärt der Freiheitliche.
Seine abschließende Forderung fällt deutlich aus: "Marterbauer muss jetzt Farbe bekennen – und zwar Rot-Weiß-Rot oder seine Regierungsmannschaft zusammenpacken und geschlossen zurücktreten! Österreich-Hasser haben in einer österreichischen Bundesregierung nämlich nichts verloren!"