Die Österreichische Post AG will, dass die weltweit Millionen Beschäftigten in der Post- und Paketbranche künftig auch in der digitalen Kommunikation sichtbar werden. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen offiziell einen Antrag auf ein eigenes Emoji beim Unicode-Konsortium in Kalifornien eingebracht. Aktuell gibt es laut Unicode-Konsortium fast 3.800 standardisierte Emojis – von Handwerkern über Ärzte bis hin zu Piloten. Doch ausgerechnet für die Berufsgruppe der Postler fehlt bislang ein eigenes Symbol.
Genau das möchte die Österreichische Post gemeinsam mit internationalen Partnern ändern. Die Forderung der Post stößt weltweit auf offene Ohren. Hinter dem Antrag steht nicht nur die Österreichische Post selbst, sondern auch eine breite Allianz von Postgesellschaften und Gewerkschaften. Unterstützung kommt unter anderem von der International Post Corporation (IPC), der Postal Union of the Americas, Spain and Portugal (UPAEP) sowie der globalen Gewerkschaftsorganisation UNI Global Union.
Auch zahlreiche nationale Postgesellschaften – etwa aus Deutschland, Belgien, Irland, Polen, der Schweiz und weiteren europäischen Staaten – haben sich dem Vorstoß angeschlossen. Eine entsprechende Resolution wurde bereits beim Weltpostkongress in Dubai im September einstimmig angenommen. Für die Österreichische Post ist das Emoji mehr als ein digitales Gimmick. Es soll den Menschen Sichtbarkeit verleihen, die täglich dafür sorgen, dass Briefe, Päckchen und Bestellungen ihr Ziel erreichen.
"Unser Ziel: Auf jedem Smartphone und jedem Computer soll sich ein*e Postler*in wiederfinden!", so Manuela Bruck, Leitung Unternehmenskommunikation & Kundenbeziehung, Österreichische Post AG. Ein solches Emoji wäre nach Ansicht der Initiatoren nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern auch Ausdruck moderner Kommunikation. Besonders jüngere Generationen – allen voran die Generation Z – nutzen Emojis intensiv, um Emotionen und Tätigkeiten zu vermitteln.
Bis Ende Juli dieses Jahres konnten Organisationen weltweit Vorschläge für neue Emojis beim Unicode-Konsortium einreichen – so getan von der Post. Das Konsortium prüft nun alle Anträge bis Ende November 2025 und entscheidet, welche Vorschläge in die engere Auswahl kommen. Wird der Antrag angenommen, erstellt das Unicode-Konsortium einen Design-Vorschlag als Basis für die technische Umsetzung. Anschließend integrieren Tech-Riesen wie Apple, Google, Microsoft oder Meta das neue Symbol in ihre eigenen Emoji-Sets.