Die österreichische Gaming-Szene kennt sie seit Jahren, jetzt schlägt Rebecca "JustBecci" Raschun ein neues Kapitel auf. Die Streamerin und Moderatorin engagiert sich künftig als Ehrenbeauftragte für UNICEF Österreich und will ihre Reichweite für Kinderrechte einsetzen. Seit mehr als zehn Jahren ist Raschun fixer Bestandteil der heimischen Gaming- und Nerd-Kultur. Sie steht auf Bühnen, moderiert große Events und erreicht ihr Publikum über Plattformen wie YouTube und Twitch.
Dabei gilt sie als jemand, der Inhalte verständlich vermittelt und Nähe zur Community hält. "Obwohl ich selbst keine Kinder habe, ist mir ihr Schutz und die Wahrung ihrer Rechte eine Herzensangelegenheit! Ich sehe es als große Ehre und verantwortungsvolle Aufgabe, UNICEF Österreich Ehrenbeauftragte zu sein. Mein Ziel ist es, meine Reichweite auf YouTube, Twitch und bei Live-Events zu nutzen, um jungen Menschen einen echten Mehrwert zu bieten und auf die globalen Aufgaben von UNICEF aufmerksam zu machen", so Raschun.
Dass es ihr mit diesem Einsatz ernst ist, zeigte sich bereits Ende 2025. Damals organisierte sie einen Charity-Stream zugunsten von UNICEF Österreich. Damit setzte sie ein erstes Zeichen und machte deutlich, dass Unterhaltung und soziales Engagement für sie zusammengehören. Im Zentrum ihrer künftigen Arbeit steht vor allem der Blick auf Kinder und Jugendliche in einer digitalen Welt. Raschun ist in einer Zeit aufgewachsen, in der sich Spielen draußen und Gaming nicht ausgeschlossen haben. Diese Balance sieht sie auch heute als entscheidend.
Einerseits brauche es digitale Fähigkeiten, andererseits bleibe das echte Erleben außerhalb von Bildschirmen wichtig für die Entwicklung. Gerade weil viele junge Menschen heute selbstverständlich online unterwegs sind, sieht sie hier auch Verantwortung. Die digitale Umgebung müsse so gestaltet sein, dass sie Kinder schützt und ihre Rechte respektiert. Es gehe nicht nur darum, Risiken zu vermeiden, sondern auch darum, Chancen sinnvoll zu nutzen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Recht auf Spiel und Mitbestimmung.
Dieses ist in der internationalen Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Raschun will darauf aufmerksam machen, dass Kinder mehr brauchen als reinen Medienkonsum. Sie spricht sich dafür aus, dass junge Menschen selbst aktiv werden, Inhalte gestalten und eigene Ideen umsetzen können. Dabei richtet sie sich auch indirekt an Eltern und Jugendliche. Weniger passives Scrollen, mehr eigenes Schaffen – das ist die Botschaft, die sie künftig stärker verbreiten will. Denn gerade kreatives Tun fördere die Entwicklung.