ÖSV-Star Julia Scheib will in der kommenden Ski-Saison nicht nur im Riesentorlauf für Furore sorgen. Die 28-jährige Steirerin plant auch vermehrte Einsätze in den Speed-Disziplinen. Doch der Umstieg auf die schnelleren Strecken bereitet der Riesentorlauf-Weltcupsiegerin noch Schwierigkeiten.
In der ServusTV-Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" sprach Scheib am Montagabend offen über ihre Probleme bei der Vorbereitung auf die neue Saison.
Vier Wochen lang trainierte die ÖSV-Athletin in Südamerika, wo sie sich vor allem auf Super-G und Abfahrt konzentrierte. "Ich bin in Südamerika hauptsächlich Super-G und Abfahrt gefahren, wir haben es auch mit dem Wetter gut erwischt", erzählt die 28-Jährige.
Allerdings waren die Bedingungen nicht ideal, um sich an die hohen Geschwindigkeiten zu gewöhnen. "Trotzdem war es so, dass der Schnee sehr langsam war und da hatte ich die größten Probleme, wenn es vom Speed her dann schneller wird, weil sich dann einfach alles verändert", erklärt Scheib.
Vor allem die technischen Unterschiede machen der Steirerin noch zu schaffen. "Du fährst anders in die Kurven rein, musst schneller umlegen und das geht mir noch ein bisschen ab. Da habe ich nach wie vor Probleme", gibt sie offen zu.
Unterstützung bekommt die Riesentorlauf-Spezialistin dabei von ihren Teamkolleginnen. Besonders Speed-Ass Nina Ortlieb steht ihr mit Rat und Tat zur Seite.
"Sie ist wirklich einzigartig", schwärmt Scheib von ihrer ÖSV-Kollegin. "Natürlich versucht man sich gegenseitig zu befruchten. Aber es ist schon gut, dass man Athletinnen hat, von denen man sich im Team was abschauen kann."
Mit ihren geplanten Speed-Einsätzen könnte Scheib künftig auch im Kampf um den Gesamtweltcup eine größere Rolle spielen. Dort wartet allerdings mit US-Superstar Mikaela Shiffrin eine übermächtige Konkurrentin.
Für die Steirerin steht jedenfalls fest, wie hoch die Qualität der Amerikanerin einzuschätzen ist: "Sie ist sowieso die beste Skifahrerin der Welt!"