Es war ein Traumtag für Manuel Feller mit dem Slalomsieg in Kitzbühel – und ein schwarzer für Marco Schwarz.
Während Feller mit seinem emotionalen Sieg am Ganslernhang für ein Ski-Märchen sorgte, stand Schwarz im Zielraum von Kitz die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben.
"Das tut irrsinnig weh. Seit der Verletzung bin ich nicht mehr in den Slalomschwung reingekommen", gestand der Kärntner. Der Weltklasse-Fahrer kämpft im Stangenwald seit Monaten mit sich selbst – und verliert im Slalom das Vertrauen in die eigene Stärke: "Im Training läuft es gut, aber im Rennen fehlt einfach das Selbstvertrauen."
"Ich muss ehrlich sagen, dass die Liebe zum Slalom in letzter Zeit ein wenig übergeschwappt ist in Verzweiflung", sagt Schwarz.
Nur in Val d'Isere fuhr er in dieser Saison als Achter im Slalom in die Top 10. Zuletzt kam er drei Mal nicht in die Ergebnisliste. Einzige Ausbeute: Platz 16 in Adelboden.
"Es kann so frustrierend sein." Aufgeben? Keine Option. "Den Kopf in den Sand stecken, das gibt es nicht. Ich vertraue mir, dass ich aus dem Strudel wieder rauskomme."
Die nächste Hoffnung ist Schladming. Dort will sich Schwarz im Riesenslalom am Dienstag Selbstvertrauen für den Slalom am Mittwoch holen.