Peter Spicker, Vizebürgermeister von Ternitz (Bezirk Neunkirchen, NÖ), spricht im "Heute"-Gespräch davon, dass der 10-Meter-Sprungturm im Ternitzer Freibad zu einem architektonischen Denkmal werde. Der Turm gehöre zu den Ternitzern. Es soll erhalten werden, was normalerweise wegkommt. Der Architekt war nämlich Roland Rainer. Die Anlage inklusive des Sprungturms habe aber keinen Status des Denkmalschutzes.
Im Gemeinderat wurde emotional diskutiert und mit großer Mehrheit entschieden: Der Sprungturm bleibt und soll in die Gesamtanlage integriert werden.
"Das Becken beim Sprungturm kommt weg", so Spicker im "Heute"-Gespräch. Die gesamte Beckensanierung inklusive Anschluss an eine neue Filteranlage würde circa 3,2 Millionen Euro kosten – Basis seien Kostenvoranschläge.
Der Sprungturm kann nicht mehr als solcher genutzt werden, er entspricht nämlich nicht mehr der Norm. Teilbereiche des Sprungturms (im unteren Bereich) können aber zum Bouldern genutzt werden – daran wird gerade gearbeitet.
Der Bereich des jetzigen Beckens bleibt aber nicht ungenutzt: Das Becken kommt weg, stattdessen werden neue Sportbereiche entstehen. In welcher Art und Weise das passiert, ist noch nicht bekannt.
Bekannte Architekten, die Initiative Denkmalschutz und "Bauten in Not" haben sich dagegen ausgesprochen, dass der Sprungturm abgerissen werden soll – "Kurier" berichtete zuerst.
"Der Erhalt nur des Sprungturms ist natürlich eine Farce. Ein Sprungturm braucht ein Becken. Was bleibt, ist ein alleinstehender Turm als Mahnmal für den gescheiterten Denkmalschutz. Das ist weder in Sinn der Architektur, noch im Sinn der Nutzer", so Jürgen Radatz, Architekt und Mitglied bei "Bauten in Not" gegenüber "Kurier".
Radatz erklärt zu "Kurier" weiter: "Es wäre wichtig, dass nun die Gemeinde zusammen mit dem Land nach Lösungen für eine Finanzierung sucht. Die Einbeziehung von Architekturexperten ist dabei unumgänglich." Eine Lösung für das gesamte Areal fordert er ein.
Der Saisonbetrieb im Jahr 2026 startet ungefähr Anfang bis Mitte Mai – dann soll die Anlage fertig sein.