Kabarett-Highlight

ORF-Star hat jetzt sein "Testament" gemacht

Schauspieler Robert Palfrader feiert Wien-Premiere eines neuen Solo-Programms im Stadtsaal, das sich auch humorvoll mit dem Tod auseinandersetzt.
Sandra Kartik
11.10.2026, 18:22
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Der Name seines neuen Programms lässt erstmal Ernsthaftes vermuten: Am 8. Oktober feiert Robert Palfrader im Stadtsaal Wien-Premiere seines neuen Solos "Testament". Doch keine Sorge, es gibt Grund genug zum Lachen.

"Als ich den Titel festgelegt habe, wusste ich noch nichts von meinen gesundheitlichen Problemen", betont der Schauspieler und Kabarettist im "Heute"-Gespräch. Es sei ein Zufall gewesen, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen Kabarett und Realität. Zwei Tage vor der geplanten Vorpremiere in München vor einem halben Jahr erfuhr der 57-Jährige, dass er Wasser in der Lunge hatte. "Ich habe schlecht Luft bekommen, es ist mir wirklich nicht gut gegangen".

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"Ich bin runter vom Gas"

Inzwischen hat er sein Leben umgekrempelt. "Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt. Meine Tochter ist eine riesengroße Unterstützung für mich. Sie ist streng, aber auch verständnisvoll." Palfrader betont: "Ich trinke bedeutend weniger Alkohol als früher. Ich bin ein bisschen runter vom Gas."

Nun steckt der Schauspieler seine Energie vor allem in Projekte, die ihm Spaß machen, wie in sein Solo. "Meine Idee war, dass ich von meinem Freund etwa erbe: seine Lebenserinnerungen." Natürlich wird über den Tod gesprochen – aber mit Humor. "Es wird ein lustiger Abend." Das Programm verspricht "pointierte Betrachtungen zu allem was man wissen muss, damit man in Frieden ruhen kann, aber trotzdem noch laut und deutlich gehört wird."

"Gelassener geworden"

"Ich liebe die Bühne", sagt der 57-Jährige. "Aber ich habe auch entdeckt, wie toll das Schreiben ist. Ich habe schon meinen nächsten Roman im Kopf", verrät er. "Früher dachte ich, dass ich so ein wildes Leben habe, weil ich Tag und Nacht arbeite."

Nach allem, was Palfrader heuer erlebt hat, geht er anders mit Jobangeboten um. "Ich bin selektiver geworden, vielleicht auch ein bisschen gelassener. Ich brauche niemandem mehr etwas zu beweisen. Es ist hoch an der Zeit, Platz für junge Leute zu machen."

sk,Akt. 11.10.2026, 19:05, 11.10.2026, 18:22