Noch was übrig?

Oster-Restlessen – Rezeptideen für Eier, Schinken & Co.

Zu Ostern wird reichlich eingekauft – und vieles bleibt übrig. Mit diesen Ideen verwandelst du Fleisch, Eier und Brot in neue, leckere Gerichte.
Jochen Dobnik
06.04.2026, 18:24
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Am Osterwochenende wird traditionell ja groß aufgetischt: Die Tische biegen sich unter Schinken, Eiern, süßen Köstlichkeiten – und oft bleibt am Ende mehr übrig, als man essen kann.

Die Folge: volle Kühlschränke und jede Menge Reste. Doch statt Lebensmittel wegzuwerfen, lassen sich daraus mit ein wenig Kreativität noch richtig köstliche Gerichte zaubern. "Heute" zeigt dir praktische Ideen, wie du deine Osterreste sinnvoll und lecker verwertest.

Was tun mit Ostereiern?

Bunte Eier gehören zu Ostern einfach dazu – und bleiben oft übrig. Die gute Nachricht: Hartgekochte Eier aus dem Supermarkt halten sich dank ihrer Schutzschicht oft mehrere Monate. Selbst gefärbte Eier sind etwas empfindlicher – im Kühlschrank bleiben sie etwa vier Wochen frisch, bei Zimmertemperatur rund zwei Wochen. Kulinarisch lässt sich daraus einiges machen:

Eiersalat: Fünf hartgekochte Eier klein schneiden und mit einem Esslöffel Mayonnaise sowie zwei Esslöffeln Sauerrahm oder Naturjoghurt vermengen. Mit Salz, Pfeffer und nach Belieben etwa Paprikapulver abschmecken, mit Schnittlauch garnieren – fertig ist ein schneller Aufstrich. Wer mag, kann auch etwas frisch geriebenen Kren unterheben.

➤ Ein Klassiker sind Eier in Senfsauce mit jungem Spinat, serviert mit Salzerdäpfeln – ein einfaches, aber herrlich sättigendes Gericht.

Eier-Kipferl mit Räucherlachs: Vier Eier und etwa 200 Gramm Räucherlachs klein schneiden, mit Senf, Kren, Schnittlauch und Sauerrahm verrühren, würzen und auf Blätterteig-Dreiecke geben. Zu Kipferln rollen und bei 200 Grad rund 15 Minuten goldbraun backen – ein echter Hingucker.

➤ Auch gefüllte Eier, oft als "Russische Eier" bekannt, sind ideal: Die Eigelbe werden mit Zutaten wie Lachs; mit Senf, Kren oder Paprika zu einer cremigen Masse verarbeitet und zurück in die Eiweißhälften gespritzt.

Was tun mit Osterschinken & Co.?

Auch beim Schinken bleiben oft Reste übrig – perfekt für schnelle Ofengerichte:

➤ Pizzatoast: Schinken, Käse, Tomaten und anderes Gemüse klein schneiden, mit Sauerrahm vermengen, würzen und auf Toast verteilen. Im Ofen etwa 15 Minuten backen – fertig ist ein herzhafter Snack.

Wurstnudeln mit Osterschinken – ein bewährter Klassiker: Nudeln, Schinken und Gewürze – einfach, schnell und immer gut. Ebenso passen Schinkenreste hervorragend in einen deftigen Grenadiermarsch mit Erdäpfeln, Nudeln, Zwiebeln und Paprika.

➤ Weitere Ideen: saftige Schinkenfleckerl – am besten natürlich die überbackenen von Oma. Fleischknödel mit Schinkenfüllung oder kleine Häppchen wie Schinkenkipferl und -stangerl.

➤ Auch ein knuspriger Flammkuchen mit Schinken und Kren ist eine köstliche Variante.

Wohin mit dem Kren?

Kren hält sich zwar im Kühlschrank einige Zeit, sollte aber gut verschlossen aufbewahrt werden. Um ihn rechtzeitig zu verbrauchen, eignen sich eine würzige Krensuppe oder ein Kartoffelsalat mit frischem Kren besonders gut.

Und die vielen Schokohasen?

Wer es schafft, die süßen Osterhasen nicht sofort zu vernaschen, kann sie wunderbar weiterverarbeiten:

➤ Schokoladenmousse: Etwa 250 Gramm Schokolade (z. B. drei Hasen) im Wasserbad schmelzen. Währenddessen 200 ml Schlagobers steif schlagen und anschließend vorsichtig unter die Schokolade heben. Die Masse in Gläser füllen und mindestens drei Stunden – besser über Nacht – kaltstellen. Tipp: Mehr Sahne sorgt für festere Konsistenz, gleiche Mengen für ein luftigeres Mousse.

➤ Backen mit Schokoresten: Einfach klein hacken und in Muffins, Kuchen oder Bananenbrot geben – so werden Reste im Handumdrehen zur Zutat.

Aus Schokohasen-Resten lässt sich im Handumdrehen ein Schokokuchen zaubern.
Getty Images/iStockphoto

Schokofondue: Geschmolzene Schokolade, frisches Obst dazu – und schon wird aus Resten ein geselliger Nachtisch mit Extra-Vitaminen. Auch als Topping für Palatschinken oder im Müsli machen sich Schokostücke hervorragend.

Was tun mit Ostergebäck?

Auch Osterbrot, Pinze oder Striezel lassen sich wunderbar weiterverwenden. Der Klassiker: Scheiterhaufen. Dafür wird das Gebäck in Scheiben geschnitten, mit Eiermilch übergossen und im Ofen gebacken.

Eine schnellere Alternative sind "Arme Ritter" (French Toast): in der Pfanne gebraten, ein perfektes Frühstück oder eine süße Hauptspeise mit Vanillesauce oder Kompott. Getrocknet und zerbröselt eignen sich die Reste zudem für Streusel oder süße Knödel.

So wird aus den üppigen Osterresten im Handumdrehen eine zweite, mindestens genauso köstliche Genussrunde – ganz ohne Verschwendung.

{title && {title} } dob, {title && {title} } Akt. 06.04.2026, 18:31, 06.04.2026, 18:24
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