In den letzten Wochen rumorte es in der ORF-Sportredaktion. Aigelsreiter, der bisherige Sport-Boss im heimischen Rundfunk, musste seinen Hut nehmen. Ein nicht abgesprochenes Interview war Aigelsreiter zum Verhängnis geworden. Genauso wie interne Streitereien mit der ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz.
Auch ORF-Starmoderator Pariasek stand nicht in der Gunst des nunmehr vor die Tür gesetzten Sport-Bosses. Der 61-Jährige hatte über Aigelsreiter einmal in einer internen Sitzung, als dieser sich nicht stumm schaltete, gemeint: "Oida, du bist so ein Schwafler." Pariaseks TV-Zeiten gingen jedenfalls merklich zurück. Gerade auch bei den Top-Events im ORF. Der Sport-Boss hatte versucht, die Übertragungen deutlich jünger und weiblicher zu besetzen.
Nun ist Aigelsreiter als Sport-Chef im Rundfunk Geschichte. Und prompt bekommt Pariasek wieder einen ganz großen TV-Einsatz: am Samstagabend bei Österreichs Nationalmannschaft. Das Team von Ralf Rangnick trifft am Samstagabend (18 Uhr) in Limassol auf Zypern, könnte mit etwas Schützenhilfe bereits das Fix-Ticket für die WM-Endrunde fixieren.
Präsentator Pariasek ist live auf Zypern vor Ort, während Alina Zellhofer als Moderatorin gemeinsam mit den Experten Herbert Prohaska und Viktoria Schnaderbeck durch die TV-Übertragung führt. Vor Ort sind auch Kommentator Daniel Warmuth und Experte Michael Liendl.
Für Star Pariasek ist es die Rückkehr zu ÖFB-Länderspielen. Beim Duell gegen San Marino war der bekannte Moderator noch durch Oliver Polzer ersetzt worden. Das womöglich entscheidende letzte Gruppenspiel am Dienstag im Wiener Ernst-Happel-Stadion gegen Bosnien steigt dann jedenfalls wieder ohne Pariasek – die Partie ist bei Servus TV zu sehen.
Pariaseks Zypern-Einsatz bedeutet jedenfalls, dass der 61-Jährige zeitgleich beim Weltcup-Slalom-Doppel von Frauen und Männern nicht vor Ort sein kann.