Man glaubt es kaum, endlich schneit es wieder im Winter, die Kinder freuen sich – doch sofort versinkt die Weltstadt Wien im Chaos. Autos schlittern um die Kurven, Fußgänger fallen auf ihre Hinterteile und die Öffis sind stark beeinträchtigt.
"Das gibt es ja nicht, so ein Sch***!" Eine Frau steht im absolut schneefreien Raum der Bim-Station Kliebergasse. In diesem Teil von Wien-Margareten fahren die Straßenbahnen UNTER der Erde, dennoch standen sie in der Früh still. Der Grund: Irgendwo auf der Strecke, so die Informationen der Wiener Linien vor Ort, stand eine Bim-Garnitur still und kam nicht weiter. Alle anderen mussten warten, bis die Kaputte abgeschleppt wird.
Doch eine Frau hatte es besonders eilig: "Gibt es da keine andere Linie?", sagte sie laut, "ich muss zum Hauptbahnhof, das ist ja irre!"
Dann richtete sie ihren Ärger gegen einen machtlosen Mitarbeiter der Wiener Linien: "Was ist denn da der Grund? Da muss man jemanden aufwecken, damit das gelöst wird."
Als sie keine befriedigende Antwort bekam, "das heißt jetzt echt, das kann ewig dauern…" Der letzte Satz, den unsere Leserreporterin noch mitbekam: "Das ist doch arg! Und peinlich wegen dem bisschen Schnee."
Was die Dame scheinbar noch nicht wusste: Auch am Hauptbahnhof gab es Verzögerungen der Züge. Im Osten Österreichs soll es noch bis in den Nachmittag hinein schneien.