Der 31. Mai hat es in der bäuerlichen Tradition in sich. Denn rund um den Gedenktag der heiligen Petronella hält sich eine Bauernregel, die vor allem Landwirte hellhörig werden lässt. Der Grund: Regen an diesem Tag soll nichts Gutes verheißen.
Die wohl bekannteste Regel lautet:
„Gibt es an Petronella Regen, wird sich auch das Getreide/der Hafer legen.“
Die Aussage dahinter ist für Bauern alles andere als erfreulich. Mit "legen" ist gemeint, dass Getreidehalme – etwa Hafer – durch Nässe, Wind oder schwere Ähren umknicken und flach am Boden liegen. Das erschwert nicht nur die Ernte, sondern kann auch Qualität und Ertrag beeinträchtigen.
Bleibt es rund um den Frühsommer nass, steigt tatsächlich das Risiko für sogenanntes Lagergetreide. Vor allem kräftige Schauer in Kombination mit Wind können Felder in Mitleidenschaft ziehen. Die alte Bauernregel spiegelt damit eine Erfahrung wider, die Generationen von Landwirten gemacht haben.
Ob Petronella tatsächlich den Sommerverlauf vorhersagt, ist wissenschaftlich nicht belegt. Dennoch zeigen Bauernregeln oft eines: Sie entstanden aus genauer Naturbeobachtung. Und genau deshalb wird auch heute noch genau hingeschaut, ob Petronella Sonne bringt – oder Regenfrust.