Checkliste

Pflege daheim – das ist nach dem Spital wichtig

Nicht jeder kann sich nach einer Entlassung allein versorgen. Diese Checkliste hilft pflegenden Angehörigen und zeigt, wo es in Wien Hilfe gibt.
Heute Life
22.02.2026, 11:45
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Vor allem in den ersten Tagen nach einem Spitalaufenthalt ist eine sorgfältige Planung von großer Bedeutung. Wie geht's dann weiter? Kann man sich allein versorgen oder ist weitere Pflege notwendig? Eine klare Organisation hilft, Unsicherheiten zu reduzieren, mögliche Komplikationen zu vermeiden und Schritt für Schritt wieder Stabilität in den Alltag zu bringen.

Organisation von Pflege zu Hause in Wien

In Wien gibt es ein gut ausgebautes Netz an mobilen Diensten, die Patienten direkt zu Hause unterstützen. Dazu zählt unter anderem die mobile Hauskrankenpflege – etwa durch Anbieter wie das Wiener Pflegeteam, das Rote Kreuz, das Hilfswerk oder Malteser Care. Diese Dienste übernehmen medizinisch-pflegerische Aufgaben wie Wundversorgung, das Richten und Verabreichen von Medikamenten, Unterstützung bei der Körperpflege, Mobilisation sowie die Beratung von Angehörigen.
Ebenso stehen Heimhilfen und Alltagsbegleitungen zur Verfügung. Sie helfen im Haushalt, übernehmen Einkäufe, unterstützen bei organisatorischen Aufgaben oder begleiten zu Arztterminen.

Viele dieser Angebote werden in Wien über den Fonds Soziales Wien (FSW) mitfinanziert. Bestimmte mobile Dienste – wie etwa Malteser Care – sind explizit FSW-gefördert, während das Wiener Pflegeteam privat zu bezahlen ist.

Praktisch für Betroffene: Oft genügt ein Anruf bei einem Anbieter, zum Beispiel beim Roten Kreuz Wien oder bei Malteser Care. Nach einer kurzen Schilderung der Situation kommt in vielen Fällen eine Pflegefachperson zu einem Erstbesuch nach Hause und unterstützt bei der weiteren Planung der Betreuung.

Checkliste nach der Spitalentlassung

Stehen Angehörige oder Bekannte für weitere Unterstützung zu Hause zur Verfügung, hat das Wiener Pflegeteam eine Checkliste erstellt, um den Übergang vom Krankenhaus nach Hause gut zu organisieren.

Direkt bei der Entlassung:

  • Entlassungsbrief mit Diagnosen, Medikation und Kontrollterminen erhalten
  • Ärztliche Verordnung für häusliche Krankenpflege ausgestellt
  • Selbstständigkeit (Aufstehen, Toilette, Essen, Medikamente) geklärt
  • Komplikationszeichen (z.B. Fieber, Schmerzen, Atemnot, Verschlechterung des Zustands) und Notfallkontakt erklärt
  • Alle Befunde und Medikamentenpläne mitgenommen

Pflege zu Hause organisieren:

  • Mobile Hauskrankenpflege kontaktiert
  • Heimhilfe / Alltagsbegleitung organisiert
  • Erstbesuch durch Pflegefachperson vereinbart
  • Finanzierung über Fond Soziales Wien (FSW) geklärt

Medikamentenmanagement:

  • Einnahmeplan mit Uhrzeiten und Dosierung erstellt
  • Medikamentenbox vorbereitet
  • Verantwortliche Person für Kontrolle festgelegt
  • Medikamentenliste vollständig und aktuell
  • Genug Medikamente für die ersten Tage vorhanden
  • Nebenwirkungen / Wechselwirkungen geklärt

Therapien & Nachsorge:

  • Physiotherapie organisiert
  • Wundversorgung geplant
  • Kontrolltermine (Hausarzt, Fachambulanz, Reha) notiert

Sicherheit & Alltag zu Hause:

  • Hilfsmittel vorhanden (Rollator, Gehstock etc.)
  • Stolperfallen entfernt und Beleuchtung geprüft
  • Haltegriffe im Bad installiert
  • Unterstützung bei Körperpflege organisiert
  • Inkontinenzmaterial vorhanden
  • Regelmäßige Mahlzeiten und ausreichende Flüssigkeit sichergestellt

Pflegegeld & finanzielle Unterstützung:

  • Pflegegeldbezug geprüft
  • Pflegegeldantrag gestellt (falls nötig): Wenn noch kein Pflegegeld läuft, zahlt es sich aus, den Antrag bald zu stellen, weil die Begutachtung etwas dauern kann.
  • Voraussetzungen: ständiger Betreuungs- und Hilfsbedarf, der voraussichtlich länger als 6 Monate dauert, und mehr als 65 Pflegestunden pro Monat.

"Pflege nach Krankenhaus"-Pakete

Gibt es keine Angehörigen oder Bekannte, die unterstützen können, bietet das Wiener Pflegeteam für solche Situationen drei spezielle "Pflege nach Krankenhaus"-Pakete an. Beinhaltet sind professionelle Nachsorge bis zu 10 Tage, ab 599 Euro. Mehr Infos dazu hier.
Erfahrene Pflegefachkräfte begleiten nach Hause, organisieren den Transport zu Kontrollterminen oder Therapien, organisieren Rezepte, besorgen Medikamente, verabreichen die verordneten Medikamente (Tabletten, Injektionen, ggf. Infusionen), kümmern sich um Verbandswechsel und Wundmanagement. Das ausgebildete Personal hilft bei der Mobilisation: Unterstützung beim Aufstehen, Gehen, Treppensteigen und kümmert sich um notwendige Hilfsmittel. Ziel ist ein reibungsloser Start in den eigenen vier Wänden – ohne Stress und ohne Überforderung. So können sich Patienten aufs Gesundwerden konzentrieren.

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.02.2026, 11:45
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