Vor allem in den ersten Tagen nach einem Spitalaufenthalt ist eine sorgfältige Planung von großer Bedeutung. Wie geht's dann weiter? Kann man sich allein versorgen oder ist weitere Pflege notwendig? Eine klare Organisation hilft, Unsicherheiten zu reduzieren, mögliche Komplikationen zu vermeiden und Schritt für Schritt wieder Stabilität in den Alltag zu bringen.
In Wien gibt es ein gut ausgebautes Netz an mobilen Diensten, die Patienten direkt zu Hause unterstützen. Dazu zählt unter anderem die mobile Hauskrankenpflege – etwa durch Anbieter wie das Wiener Pflegeteam, das Rote Kreuz, das Hilfswerk oder Malteser Care. Diese Dienste übernehmen medizinisch-pflegerische Aufgaben wie Wundversorgung, das Richten und Verabreichen von Medikamenten, Unterstützung bei der Körperpflege, Mobilisation sowie die Beratung von Angehörigen.
Ebenso stehen Heimhilfen und Alltagsbegleitungen zur Verfügung. Sie helfen im Haushalt, übernehmen Einkäufe, unterstützen bei organisatorischen Aufgaben oder begleiten zu Arztterminen.
Viele dieser Angebote werden in Wien über den Fonds Soziales Wien (FSW) mitfinanziert. Bestimmte mobile Dienste – wie etwa Malteser Care – sind explizit FSW-gefördert, während das Wiener Pflegeteam privat zu bezahlen ist.
Praktisch für Betroffene: Oft genügt ein Anruf bei einem Anbieter, zum Beispiel beim Roten Kreuz Wien oder bei Malteser Care. Nach einer kurzen Schilderung der Situation kommt in vielen Fällen eine Pflegefachperson zu einem Erstbesuch nach Hause und unterstützt bei der weiteren Planung der Betreuung.
Stehen Angehörige oder Bekannte für weitere Unterstützung zu Hause zur Verfügung, hat das Wiener Pflegeteam eine Checkliste erstellt, um den Übergang vom Krankenhaus nach Hause gut zu organisieren.
Gibt es keine Angehörigen oder Bekannte, die unterstützen können, bietet das Wiener Pflegeteam für solche Situationen drei spezielle "Pflege nach Krankenhaus"-Pakete an. Beinhaltet sind professionelle Nachsorge bis zu 10 Tage, ab 599 Euro. Mehr Infos dazu hier.
Erfahrene Pflegefachkräfte begleiten nach Hause, organisieren den Transport zu Kontrollterminen oder Therapien, organisieren Rezepte, besorgen Medikamente, verabreichen die verordneten Medikamente (Tabletten, Injektionen, ggf. Infusionen), kümmern sich um Verbandswechsel und Wundmanagement. Das ausgebildete Personal hilft bei der Mobilisation: Unterstützung beim Aufstehen, Gehen, Treppensteigen und kümmert sich um notwendige Hilfsmittel. Ziel ist ein reibungsloser Start in den eigenen vier Wänden – ohne Stress und ohne Überforderung. So können sich Patienten aufs Gesundwerden konzentrieren.