So wirkt sich Konsum aus

Von wegen "chillig": Schlechte Nachrichten für Kiffer

Neuer Cannabis-Report entlarvt den beliebten "Schlaf-Joint" als Mythos und warnt vor ernsthaften Risiken.
Maria Ratzinger
19.02.2026, 16:43
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Cannabis ist unter vielen Nutzern als "natürliche Einschlafhilfe" beliebt. Doch nun zeigt die Zusammenfassung einiger Studien, dass der Freizeitkonsum von Cannabis statistisch mit schlechterem Schlaf assoziiert ist.

In einer Auswertung von über 120 Studien zwischen 1972 und 2024 wurde deutlich, dass Menschen, die regelmäßig Cannabis konsumieren, häufiger über schlechtere Schlafqualität und Schlafstörungen berichten. Dazu gehörten sowohl kürzere als auch deutlich längere Schlafzeiten sowie vermehrte Insomniesymptome. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin "Sleep Medicine Reviews" im Dezember des letzten Jahres veröffentlicht.

Warum der Joint nicht hilft

Bitter ist das für alle, die sich abends mit einem Joint Erholung versprechen: Cannabis wirkt zwar kurzfristig sedierend, vor allem wegen des psychoaktiven Wirkstoffs THC, doch dieser Effekt scheint sich nicht in einer besseren oder erholsameren Nachtruhe widerzuspiegeln.

Im Gegenteil: Die Schlaf-Wach-Rhythmen könnten gestört werden, und auch der Anteil an störungsfreiem Tief- und REM-Schlaf verändert sich negativ, wie weitere Studien nahelegen.

Risiken für junge Gehirne

Mehrere groß angelegte Studien zeigten in der Vergangenheit auch, dass regelmäßiger bzw. intensiver Cannabiskonsum in den Teenie-Jahren oder im jungen Erwachsenenalter mit einem deutlich erhöhten Risiko für psychotische Erkrankungen verknüpft ist.

Untersuchungen aus Kanada und Europa ergaben diesbezüglich, dass Jugendliche, die regelmäßig Cannabis konsumieren, bis zu elfmal häufiger eine psychotische Störung (z.B. Schizophrenie) entwickeln als Nichtkonsumenten. Besonders ein früher Konsumbeginn erhöht laut Forschern dieses Risiko stark.

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