Pünktlich zum Tag der Pflege feierte die Caritas der Erzdiözese Wien die große Neueröffnung des traditionsreichen Pflegewohnhauses Schönbrunn (Wien-Meidling). Nach umfassender Sanierung und modernem Zubau präsentiert sich der historische Standort als Vorzeigeprojekt für Alt und Jung.
Unter einem Dach vereint das neue Haus stationäre und mobile Pflege, einen Kindergarten, Gastronomie und soziale Arbeitsmarktprojekte.
"Was vor knapp 120 Jahren als Heim für adelige Pensionistinnen gebaut wurde, ist heute weit mehr als ein modernes Pflegewohnhaus. Gelungen ist ein Ort, der Geschichte und Zukunft verbindet. Ein Ort, der zeigt, wie moderne Pflege aussieht und der deutlich macht: Ein gutes Leben im Alter ist keine Randnotiz, sondern eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft", so Caritasdirektor Klaus Schwertner.
Im modernisierten Pflegewohnhaus finden künftig 85 Bewohnerinnen und Bewohner Platz. Betreut werden sie von 82 Mitarbeitern. Statt enger Mehrbettzimmer dominieren nun Einzelzimmer und nur noch wenige Doppelzimmer. Insgesamt wurden 15 zusätzliche Pflegeplätze geschaffen.
Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien, Anita Bauer erklärt: "Mit dem wieder eröffneten Haus Schönbrunn ist ein Ort entstanden, der moderne Pflege, soziale Teilhabe und Generationenverbundenheit auf beispielhafte Weise vereint."
Doch nicht nur im Haus selbst wird geholfen: Vom Standort Schönbrunn aus betreuen mehr als 90 Mitarbeiter der Caritas "Pflege Zuhause" rund 250 Menschen in der Umgebung.
Ebenfalls am Standort: das traditionsreiche Sozialprojekt INIGO. Hier wird nicht nur gekocht – das Café "INIGO Salon" soll auch Treffpunkt für Bewohner, Angehörige und die Nachbarschaft werden. Gleichzeitig erhalten rund 20 langzeitarbeitslose Menschen eine neue Chance am Arbeitsmarkt.
Ein Highlight des neuen Standorts ist der Casa Kindergarten direkt am Gelände. Hier treffen Kinder und Senioren täglich aufeinander.
"Jung & Alt wird bei der Casa gelebt. Durch unsere Kindergärten und Pflegewohnhäuser fördern wir seit Jahren das Zusammenwirken der Generationen", sagt Casa-Geschäftsführerin Enisa Nedzibovic.
Die Diskussionen rund um den Zugang zum beliebten Frauenheimpark dürften nun beendet sein. Die Caritas stellte klar: Der Park bleibt weiterhin öffentlich zugänglich.