Kein Kontakt zum Vater

Pizzera: "Für meinen Erzeuger war ich nie gut genug"

Im Gespräch mit Andi Knoll spricht Paul Pizzera über den Kontaktabbruch zu seinem Vater, Selbstzweifel und warum er schon lange in Therapie ist.
Heute Entertainment
09.04.2026, 13:19
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Andi Knoll feiert Podcast-Debüt! Mit "Knoll (v)ermittelt" setzt er sich jetzt wöchentlich mit prominenten Gästen ins Studio, um über Nachhaltigkeit und Ernährung, aber auch persönliche Themen zu sprechen. Den Start macht der österreichische Musiker Paul Pizzera – ganz zur Freude des Moderators: "Ich freue mich, dass ich als Podcast-Jungfrau einen erfahrenen Menschen als meinen ersten Gast habe," lacht er.

Auch wenn es zunächst locker zugeht – unter anderem als Pizzera verrät, dass er sich als Henkersmahlzeit ein Eierschwammerlgulasch wünschen würde – wird das Gespräch schnell deutlich tiefgründiger.

"Die Gesunden stehen vor der Bühne"

Pizzera spricht offen darüber, dass viele Künstler auf der Bühne stehen, um etwas zu kompensieren: "Die gesunden Leute stehen vor der Bühne," findet er und fügt hinzu: "Es gibt nichts Paradoxeres, als von einer anonymen Masse hören zu wollen, dass du gut bist – und das muss irgendwo herkommen."

Kein Kontakt zum Vater

Bei ihm selbst verortet er die Ursache in seiner Kindheit: "Dass ich für meinen Erzeuger nie gut genug war oder immer nur gut war, wenn ich Leistung gebracht habe. Das ist dann ein bisschen ein Loch, das man zuzuschütten probiert."  Heute hat er keinen Kontakt mehr zu seinem Vater: "Nein. Jahre schon. Ich glaube, es geht sich für beide gut aus so."

Auch deshalb arbeitet er bewusst an sich: Pizzera ist in Therapie, "einfach um ein besserer Mensch zu werden". Gerade Männern falle es oft schwer, sich einzugestehen, dass sie professionelle Hilfe brauchen, sagt er. Sein Zugang heute: Ängste nicht "mit Sorgen füttern", sondern "mit Taten aushungern" – ein Prozess, der für ihn ein Leben lang dauert.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 09.04.2026, 13:23, 09.04.2026, 13:19
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