Vergangene Woche gab es den großen Schock im traditionsreichen Linzer Chemiepark: ESIM Chemicals ist pleite. Die Schulden sind enorm, sie belaufen sich auf rund 150 Millionen Euro. An die 300 Mitarbeiter, darunter 16 Lehrlinge, bangen nun um ihre Jobs.
Eine Fortführung ist offen, die Hoffnung auf Investoren bleibt. Geschäftsführer Frank Wegener ist überzeugt, dass die Firma aufgrund der "technologischen Kompetenz, der langjährigen Kundenbeziehungen und des hohen Know-hows unserer Mitarbeiter eine tragfähige Zukunftsperspektive hat".
Bei weitem nicht die erste Pleite, die OÖ heuer schon einstecken musste: Neben Handel und Kfz-Reparatur sowie Hotellerie und Gastronomie ist auch das Baugewerbe einer der negativen Spitzenreiter bei den beantragten Insolvenzverfahren in den ersten drei Quartalen 2025.
Das traurige Resümee des Alpenländischen Kreditorenverbandes: Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Verfahren in OÖ um fast 21 Prozent auf 634.
Zum Vergleich: Bundesweit machte das Plus lediglich gut zehn Prozent aus. Die meisten Schulden häufte zuletzt übrigens der Sektor Herstellung von Waren mit etwa 125 Millionen Euro an, gefolgt vom Bau mit 61 Millionen Euro.