Das gab es noch nie

Polarwirbel spielt verrückt! Das droht Österreich jetzt

Der Polarwirbel könnte sich Anfang November so früh wie noch nie teilen. Das erhöht die Chancen auf einen frühen Wintereinbruch im Alpenraum.
29.10.2026, 18:36
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Kommt der Winter heuer früher als erwartet? Neue Wettermodelle lassen aufhorchen: Der Polarwirbel über der Arktis könnte bereits Anfang November auseinanderbrechen. Ein derart früher Zerfall wäre seit Beginn der Messungen in den 1950er-Jahren noch nie beobachtet worden. Auch für Österreich und den gesamten Alpenraum könnte das Folgen haben.

Normalerweise hält der Polarwirbel die eisige Luft über dem Nordpol gefangen. Doch gerät das mächtige Windsystem ins Wanken, kann sich die Kaltluft weiter nach Süden ausbreiten. Damit steigen auch die Chancen auf Frost und Schnee bis in tiefere Lagen.

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Polarwirbel zerfällt so früh wie nie

Aktuelle Modellrechnungen zeigen eine außergewöhnliche Entwicklung: Bereits um den 6. November könnte sich der stratosphärische Polarwirbel in mehrere Teile aufspalten. Seine normalerweise starken Westwinde schwächen sich Ende Oktober und Anfang November deutlich ab. Zeitweise könnten sie sogar ihre Richtung ändern.

Laut Meteorologen wäre das ein neuer Rekord. Vergleichbar frühe Störungen wurden in den Jahren 1968 und 2025 erst am 28. November beobachtet.

Droht Österreich jetzt ein früher Wintereinbruch?

Für den Alpenraum könnte die Entwicklung besonders spannend werden. Wird der Polarwirbel geschwächt, kann auch die milde Westströmung vom Atlantik an Einfluss verlieren. Stattdessen könnte vermehrt kalte Luft aus Norden oder Osten nach Mitteleuropa gelangen.

Die möglichen Folgen: Sinkende Temperaturen, Nachtfrost und erste Schneefälle auch abseits der Berge. Unter entsprechenden Wetterbedingungen könnte es sogar im Flachland winterlich werden.

Ob Österreich tatsächlich von einem solchen Kaltluftvorstoß getroffen wird, lässt sich derzeit allerdings noch nicht zuverlässig vorhersagen. Ein gestörter Polarwirbel bedeutet nämlich nicht automatisch, dass es bei uns schneit.

Wetter-Modelle zeigen bereits Entspannung

Dazu kommt: Im November befindet sich der Polarwirbel noch im Aufbau. Seine Winde sind deutlich schwächer als mitten im Winter. Deshalb dürfte die bevorstehende Störung trotz ihres außergewöhnlich frühen Zeitpunkts vergleichsweise schwach ausfallen.

Aktuelle Berechnungen deuten darauf hin, dass sich der Polarwirbel bereits um den 11. November wieder stabilisieren könnte.

Ob der Winter im Alpenraum tatsächlich schon im November durchstartet, bleibt also offen. Eines steht aber fest: Die Wettermodelle liefern bereits jetzt einen ungewöhnlich spannenden Auftakt in die kalte Jahreszeit.

red, Akt. 29.10.2026, 18:44, 29.10.2026, 18:36
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